
Meinung 2
Oliver Schultes meint: Ich bin direkt nach Beenden des Elden Ring-DLCs in Black Myth: Wukong eingestiegen – und das war ein Kulturschock. Zum einen ist das Kontrollschema trotz ähnlicher Aktionsmöglichkeiten in der Grundeinstellung komplett verschieden. Von daher: Probiert unbedingt ein anderes Button-Layout aus, damit für ”Souls”-Kenner die Eingewöhnung schneller vonstattengeht. Zum anderen spiegelt mir Wukong grafisch etwas vor, was es nicht ist. Die vermeintliche Offenheit des Geländes ist Lug und Trug, Ihr lauft nur durch simple Schläuche, die von unsichtbaren Barrieren begrenzt werden. ”Da vorn, da ist eine Treppe nach oben in ein anderes Gebiet! Dort… Ein Eingang zu einer Höhle!” Ich laufe hin und werde enttäuscht: Eine Geistermauer bremst meinen Entdeckerdrang und ich höre Gandalf in meinem Kopf lachend ”Du kannst nicht vorbei!” rufen – immer und immer wieder. Mitunter frage ich mich sogar, ob eine nicht ganz helle KI per Zufallsgenerator die Umgebungen außerhalb der von den Entwicklern designten Pfade angelegt hat. So, damit ist der Verriss besiegelt. Mitnichten! Denn nach dem zweiten Kapitel und vielen packenden und clever ausbaldowerten Bosskämpfen habe ich mich damit abgefunden, dass Wukong im Kern einfach ein Extended-Bossrush-Spiel ist – nicht der Weg ist das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel. Klingt jetzt erst mal verrückt, wenn Ihr aber gegen fast durchweg originell und abgedreht gestaltete Wesen wie etwa elektrische Riesenfrösche, teleportierende Bären, ein aberwitziges Rattenduo oder einen Martial-Arts-Tiger antretet, ergibt meine Ausführung Sinn. Hinzu kommen eine wunderbar direkte Steuerung, vielfältig-komplexe Kampfmechaniken und sehr gut lesbare Angriffsmuster. Dabei solltet Ihr bei den Grafikmodi die Bildrate priorisieren, denn dann flutscht das Ganze meist ruckelfrei über den Bildschirm. Wer auf ausgedehnte Erkundung oder gar Open World spekuliert hat, sollte sich einen Wukong-Kauf zweimal überlegen. Wer dagegen ein lineares Boss-Actionspiel mit unverbrauchtem Setting, sehenswerter Grafik und ausgefallen designten Gegnern sucht, ist hier goldrichtig!









An einen Dialog kann ich mich auch nicht erinnern. Wie gesagt, mir ist so, ich kann mich aber auch irren, weil ich ja im NG+ von dem geheimen Raum wusste. 🤷🏼♂️
@Bort Hm, das mit dem Icon könnte eventuell nachgepatcht worden sein, falls es das nun gibt oder vielleicht taucht es erst im NG+ auf.
Habe damals extra diese Wand mehrmals abgelaufen und diese Wand mit anderen Wänden im Level verglichen, weil ich echt wissen wollte, ob man an irgendwas hätte erkennen können, dass diese Wand so speziell ist. Mir ist auf jeden Fall nichts aufgefallen. Habe mir auch gerade nochmal diverse Youtube-Guides angeguckt und bei denen war zumindest bei der Erstellung der Videos auch kein Icon vor der Zerstörung zu sehen.
Will auch gar nicht mal ausschließen, dass es theoretisch irgendwo eine Dialogzeile gibt bei unwichtigen NPCs, die einen dezent darauf hinweist, aber die ist mir dann auf jeden Fall entgangen.^^
@Steffen: Im 1. Run hat der Boss bei mir die Wand gerammt, ohne das ich von dem Raum dahinter wusste. Im NG+ habe ich ihn dann so schnell erledigt, dass es zu nichts gekommen ist. Mir ist aber so, als wurde dann trotzdem ein Icon auf der geschlossenen Wand angezeigt, das auf das Geheimnis hingedeutet hat. 😊
Danke euch 😇
@Rudi Bei Boss Rush muss ich an Treasure Alien Soldier denken.
Extreme beeindrucken aus China.
würd ich nicht sagen. es ist zwar linearer als souls aber immernoch wesentlich weitläufiger als bayo/dmc/ng (contra als prügler). es hat auch viel mehr ruhephasen als solche spiele. man sucht größere gebiete ab und backtrackt auch mal.
vielleicht vergleichbar mit den etwas weniger verschachtelten welten in demon’s souls aber in riesig
das spiel gefällt mir übrigens ganz gut.
meine hauptkritikpunkte:
-ich hab kein problem mit schläuchen aber die wände sollten schon sichtbar sein
-die standardgegner sind selten eine herausforderung
-bei der größe der stages wäre ne zumindest freischaltbare map nett
-teilweise zu weitläufig so dass es dem pacing schadet wenn man erkundet
Also im Grunde ein Contra/Probotector als Prügler? Mal gucken, wenn es mal im Angebot ist.
Andere Steuerung als „Souls“-Kram lässt mich aber positiv aufhorchen, sowohl „Lies of Pi“ als auch „Bloodborne“ haben imo eine …äh… eigenartige Steuerung.
@Bort1978 Das mit der Wand stimmt natürlich und war im Test eventuell etwas ungenau formuliert. Auch ich habe die Wand im Nachgang freigelegt mit einer Verwandlung. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hier eben sehr hoch, dass man das erst durch das Internet erfährt, wenn man nicht gerade Glück hatte, dass der Boss diese Wand erwischt.^^
Ja das ist so gut das ich viele Mühen in Kauf genommen habe um mir die Platin zu holen.Bei dem Spiel stimmt fast alles und deswegen ist es auch das Spiel des Jahres geworden.Da wird es dieses Jahr auch nichts besseres mehr geben.
Sehr schöner Test, der auch meine eigenen Erfahrungen sehr gut widerspiegelt. Eine kleine Korrektur zur Wand, die der Boss einreißen muss: Das geht auch nach dem Kampf mit der richtigen Verwandlung.
Ziemlich geniales Spiel und eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr. Und demnächst dann ja auch endlich als Retail verfügbar, wer deswegen bisher mit dem Kauf gewartet hat.