
Meinung
Tobias Hildesheim meint: Brink lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits ärgere ich mich über ausufernde Ladezeiten, Lags und sekundenlang nachladende Texturen. Andererseits zieht mich das Spiel durch seine teambasierte Spielmechanik, seine ausgefallene Optik und sein motivierendes Erfahrungspunkte-System in seinen Bann. Ich bekomme andauernd neue Kleidungsstücke, Audio-Logs oder Perks und fühle mich beständig belohnt. Und dafür muss ich nicht einmal ein besonders guter Schütze sein. Wenn ich mit meinem hünenhaften Medic fleißig Heilspritzen verteile und sterbende Kollegen rette, spiele ich auch so ganz oben in der Punkterangliste mit. Dazu gesellt sich das tolle SMART-System, mit dem ich an keinem Levelobjekt mehr hängen bleibe und meine Gegner auch auf dem Hosenboden rutschend anvisiere.
Michael Pfeilschifter meint: Mich als leidenschaftlichen Bad Company 2-Spieler überzeugt gerade der fokussierte Teamaspekt von Brink. Ähnlich dem Konkurrenten aus dem Hause EA wird gemeinschaftliches Spielen gefördert, jedoch gestaltet sich das Belohnungssystem in all seiner Vielfalt motivierender als bei Bad Company 2. Der Grafikstil ist stimmig und bietet eine willkommene Abwechslung zu den vorherrschenden Kriegsshooter-Szenarios. Die etwas leblosen Maps lassen – ebenso wie einige lasche Waffensounds – jedoch eine Schlachtfeldatmosphäre vermissen. Insgesamt entpuppt sich Brink als origineller Multiplayer-Shooter, der aufgrund seiner Präsentation eine tolle Alternative zu den Genre-Platzhirschen bietet, ohne diese jedoch in spielerischer wie technischer Hinsicht ernsthaft zu gefährden.










