Cardinal Syn – im Klassik-Test (PS)

3
2121
Zurück
Nächste

Meinung & Wertung

Christian Blendl meint: Cardinal Syn orientiert sich optisch und steuerungstechnisch an der Waffenkeilerei Soul Blade – Ihr schwingt ähnliche Combos und staunt über die gleichen Wischeffekte. Leider wirken Grafik und Animation wie eine schlechte Kopie, die unübersichtliche Power-Up-Sammelei stört zudem den Spielfluß. Offen­bar sahen auch die Designer das damit verbundene Kamera­­pro­blem und machten das innovative Fea­ture prompt abschaltbar. Störend sind nicht zuletzt doofe CPU-­Gegner, die auf jedes Knopf­gedrücke reinfallen. Das Cha­rakter­de­sign dagegen paßt – staksige Un­tote und dolch­schwin­gen­de, meuchelnde Diebe sorgen für Atmos­phäre. Arm raus, Kopf ab: Die geschmacklosen Manöver sind für Genre-Fans wichtig, wurden aber bei der einschlägigen Bru­talo-Kon­kurrenz geklaut.

Schludriger ”Soul Blade”-Clone mit fragwürdiger Weglauf­option und billiger CPU-Intelli­genz: Für Gore-Freaks ein Fest.

Singleplayer53
Multiplayer
Grafik
Sound
Zurück
Nächste
3 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
7. Juni 2019 18:10

Ich hab mir das Spiel damals wegen der abgedrehten Charaktere und natürlich der Gewalt gekauft, und hatte dann damit auch kurzfristig meinen Spaß.

Vreen
7. Juni 2019 11:36

Ha ha ha cardinal syn. Oh Mann ich weiß es noch. Da war ich mit meinen Eltern im Urlaub an Der Nordsee in som touristendorf. Und da war sein ganz kleiner spielzeugladen. Fast mehr ein Kiosk. Die hatten ein paar Karten und brettspiele, billige Spielzeugdinosaurier, förmchen für den Strand, son scheiß halt.

Aber dann war da ein DVD Regal in dem eine Handvoll playstationspiele stand. Alles nur müll, aber mittendrin cardinal syn.

Abends saß ich dann vor der Glotze, neben meinen Eltern und meinen Großeltern, und schlachtete hässliche polygoncharaktere in einer dämlichen fantasywelt und alle schüttelten nur den Kopf.

ghostdog83
7. Juni 2019 10:51

(…) seid bloß froh, daß Ihr nicht vor 300 Jahren Euer Dasein fristen müßt.
(…) der mittelalterlichen “Blood­lands” (…)

Vor 300 Jahre wäre 1698 gewesen, somit das 17 Jahrhundert, was zur Neuzeit zählt.
Die “Bloodlands” können somit nicht mittelalterlich sein oder der Autor hätte eine andere Zahl nennen müssen, die zum Zeitalter passt (z.b. vor 506 Jahren).