Carnival in Aktion! – im Klassik-Test (360)

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Hereinspaziert, hereinspaziert! Die Carnival Games-Serie bescherte Take 2 auf Wii einen unerwarteten Geldsegen, denn der Erstling kam zum Beginn der Minispielsammlung-Schwemme, als arglose Familien noch für weniger hochwertige Produkte die Geldbörse zückten. Nun soll auf der Xbox 360 die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden, sind doch die Bedingungen derzeit nicht schlecht: Schließlich werden Kinect-Besitzer im Frühjahr nicht mit allzu vielen Neuerscheinungen verwöhnt und sind vielleicht froh, wenn etwas halbwegs Brauchbares auftaucht…

Carnival in Aktion! ist kein Reinfall: Zwar hält sich die Faszination von 20 solide gemachten Jahrmarkts-Attraktionen in Grenzen, doch familientauglich und technisch akzeptabel inszeniert ist der bunte Geschicklichkeitsmix zweifelsohne. Ein Lob bekommt die exakte Kinect-Abfrage, die bei fast allen Aufgaben tadellos funktioniert. Allerdings sorgt das teils auch für nervige Momente, denn je feinfühliger Ihr agieren müsst, desto schwerer werden die Minispiele. Das Schatten­boxen gegen einen Roboter oder der ­Raketenflug via Körperneigung etwa sind flott und launig. Beim Ringe oder Darts werfen ärgert Ihr Euch dagegen schnell darüber, dass Ihr die Ziele verfehlt, weil die Schwungbewegung minimal unrund war. Für jede gespielte Runde gewinnt Ihr Tickets, die sich u.a. gegen Avatar­-Klamotten eintauschen lassen – ganz nett, das Fehlen einer Kampagne wiegt das aber nicht auf.

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