Clive Barker’s Hellraiser: Revival – im Test (PS5)

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Mit der 1986 veröffentlichten Novelle The Hellbound Heart legte Clive Barker den Grundstein für die 1987 erschienene Filmadaption Hellraiser sowie für zehn Nachfolgefilme. Nach einem Gastauftritt als DLC-Charakter in Dead by Daylight erhalten Pinhead und seine Zenobiten nun ein eigenes Survival-Horror-Spiel.

Der ungeschnittene Originalfilm trägt nach einer früheren Indizierung inzwischen das FSK-16-Logo. Das ist deshalb relevant, weil der Einstieg des Spiels die heftigste Szene des Films aufgreift. Euer Protagonist Aidan Lynch und seine Freundin Sunny erleben eine leidenschaftliche Nacht, in der sie mit der mysteriösen Puzzlebox spielen. Die Box öffnet das Tor zum Labyrinth. Schließlich wird Sunny in Anwesenheit der Zenobiten von Ketten zerrissen. Aidan wird zwar zurückgelassen, landet jedoch nackt und gefoltert bei einem Zenobiten-Kult, der weit über den sexuellen Masochismus-Fetisch hinausgeht und Körper teilweise völlig verstümmelt, um seinem Ziel näherzukommen.

In den ersten zwei Stunden des Spiels gibt es neben der allgegenwärtigen Masochismus-Kunst aus Statuen und Gemälden auch einige unangenehme Szenen. So lernt Ihr beispielsweise das Ducken, indem Ihr durch heraushängende, noch blutige Gedärme eines aufgehängten Opfers schleicht, dessen Haut wie ein Ballerina-Kostüm von seinem Körper absteht.

Nachdem Ihr der körperlich völlig entstellten Charlotte begegnet seid, wird das Spiel im Vergleich zum Beginn trotz einiger Bodyhorror-Momente deutlich zahmer. Eure menschlichen und dämonischen Gegner verlieren zwar nach Angriffen mit scharfen Klingen Gliedmaßen und hinterlassen einiges an Blut, jedoch sind die Finisher-Manöver aus Dying Light 2 und Dead Island 2 noch wesentlich martialischer und detaillierter dargestellt. Zudem lassen sich die Körper besiegter Gegner nach ihrem Ableben nicht weiter drangsalieren.

Spielerisch erwartet Euch die meiste Zeit moderner Survival Horror aus der Ego-Perspektive, der an die Resident Evil-Titel erinnert. Nach dem linearen Beginn findet Ihr Euch häufiger in kompakten Hub-Arealen mit versperrten Wegen wieder, deren Öffnung ein spezielles Objekt erfordert. Das Rezept ist Veteranen bereits aus dem Herrenhaus des ersten Resident Evil-Ablegers vertraut. Die Rätsel sind zwar nicht so anspruchsvoll wie in Silent Hill, verlangen aber zumindest gelegentlich, beim Erkunden der Areale aufmerksam zu bleiben. Das gilt auch für diverse Zahlenschloss-Rätsel, bei denen ein Auge für Details erforderlich ist.

Zu Beginn stehen vor allem das Schleichen und das Meucheln aus dem Hinterhalt im Vordergrund, denn Eure Nahkampfwaffen gehen schnell kaputt. Das Inventar ist sehr begrenzt und Munition auf dem normalen Schwierigkeitsgrad immer nur gerade ausreichend verfügbar. Da Ihr keine Hilfsmittel wie Sichtkegel habt und auch nicht um die Ecke schauen könnt, wirkt das Schleichen etwas holprig.

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Cyberdemon
8. Oktober 2026 18:24

Vielen Dank, dass der Test wirklich gleich online geht. Damit habe ich nicht gerechnet – klasse. Die physische hätte heute ankommen sollen. Nun ist es leider erst morgen im Kasten, verspätet sich. Nach dem Test ist die Vorfreude jetzt noch größer als sie ohnehin schon war.

Doug ist natürlich das einzige Original. Genauso wie die ersten 3 Teile immer noch die Besten sind. Bereits der vierte fällt massiv ab mit dem Weltraum-Setting.

Mensch – es darf jetzt ganz schnell morgen werden am besten sofort 🙂

Maverick
8. Oktober 2026 17:31

Kostet bei gameware auch nur schmale 38 Flocken. Kann man glaube ich nichts verkehrt mit machen.

Nipponichi
8. Oktober 2026 16:36

Ich werde mir das Spiel als physiche Version besorgen. Pegi-Version dann halt. Wahrscheinlich gegen Ende Oktober, Anfang November.

Pinhead kenne ich als alter Horrorfilm-Fan sehr gut. Die ersten vier Filme habe ich als ungeschnittene Versionen auf Blu-Ray zuhause. Alle Nachfolger waren dann irgendwie nicht mehr sonderlich gut, auch nicht das Remake.

Doug Bradley ist aber jedenfalls der einzig wahre Pinhead.

Steppberger
8. Oktober 2026 15:56

Finden tut man es derzeit nicht mehr, aber wenn man die URL hat, existiert zumindest in der Web-Fassung des PlayStation Store was:

https://store.playstation.com/de-de/concept/10012313

Ob/wann sich dann tatsächlich zu kaufbar wandelt wird, bleibt abzuwarten. Vor 14 Uhr lief der Countdown jedenfalls runter und vor ein paar Tage existierte die Seite in Deutschland erst gar nicht.

Bort1978
8. Oktober 2026 15:33

Seltsam. Zumindest über die App wird mir auch keine Ankündigung angezeigt. Normalerweise schon.

Bort1978
8. Oktober 2026 15:20

Was meint denn „…irgendwie auch PS5 im Store?“ Ich finde es nicht. 😆

Zuletzt bearbeitet am 3 Stunden her von Bort1978
DerSebomat
8. Oktober 2026 14:46

Hatte das Spiel ehrlich gesagt gar nicht auf dem Radar, aber nachdem der Test sehr gut ausfällt, muss ich da fast mal reinschauen.

ghostdog83
8. Oktober 2026 14:38

Danke, dass ihr den Test online anbietet.

Eigentlich bin ich nach wie vor darin bestrebt, mir keine weiteren Spiele zu kaufen, solange mein Stapel der Schande sich auftürmt. Wenn es aber tatsächlich so sein sollte, dass der Titel womöglich bald aus den Stores verschwinden könnte, werde ich in dem Fall wohl eine Ausnahme machen.

Das Spiel ist auch für die Xbox als Play-Anywhere-Version erhältlich (Konsolen- & PC-Version):
https://www.xbox.com/de-DE/games/store/clive-barkers-hellraiser-revival/9nswrgzbq2mc

Max Snake
8. Oktober 2026 14:27

Und ich dachte Clive Barker’s Hellraiser: Revival landet in der B Note.
Ob ich den Film eine Chance geben weiß ich nicht, aber das Spiel kriegen ich schon Bock drauf. Viel dank für den ausführlichen Bericht Steffen.