Cloudpunk – im Test (PS5)

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Auf der alten Konsolengeneration frustrierten die futurischen Voxel-Kurierfahrten Ende 2020 mit arg durchwachsener Technik, die nun die PS5-Fassung endlich vergessen machen soll.

Doch das klappt nicht so überzeugend wie erhofft: Hohe Auflösung, DualSense-Einbindung, aufgemotzte Effekte und höhere Sichtweite sind willkommen, ebenso die angepeilten 60 Bilder pro Sekunde. Die brechen aber leider häufig so stark ein, dass auch VRR nicht mehr greift und werden bei der neuen Cockpit-Sicht erst gar nicht erreicht. So bleibt es also beim potenziell faszinierenden Erlebnis, das technisch erneut sein Ziel verfehlt.

Interessantes Cyberpunk-Abenteuer, das technisch aber nicht die erhofften Fortschritte mitbringt.

Singleplayer65
Multiplayer
Grafik
Sound
neuste älteste
RYU
I, MANIAC
RYU

Ich mags, nur gameplay-mäßig hats halt kaum was zu bieten.
Das Game zeigt ganz gut wie man mit wenig ein Spiel machen kann, gerade wenn man solch eine Nische bedienen will und kein AAA-Studio ist. Die Entwickler hatten hier wirklich gute Ideen für die Umsetzung, nur von einer “Stadt” erwartet man heute einfach überall etwas mehr.
Die Story is ok, die eng. Synchro schwankt von sehr gut bis ausreichend, der Sound und die Musik ist schön, die Athmo is wirklich nice, und es gibt viele teils skurrile Nebenhandlungen die mit den verschiedensten kleinen Geschichten in den Alltag unserer Kurierfahrerin verboben sind, um uns einen plausiblen Grund zu geben alle Ecken der Stadt Nivalis zu erkunden und uns zugleich mehr über sie erzählen.
Nur genau hier gibts leider viel zu wenig wirklich zu “erkunden”. Einerseits sammelt man fleißig all den “Schrott” auf um es wo gewinnbringend zu verkaufen (Preise variieren). Schade nur das man hier eher AC-like die Mini-/map abklappert, denn “finden” tut man nichts was man nich bereits dort sieht. Sowas störte mich schon bei den ersten Assassin-Teilen, auch wenns sich bis heute bei vielen Spielen eingebürgert hat. Und gerade in der später zugefügten Fist-Person-Sicht bemerkt man es umso deutlicher; zu finden gibts hier nix. Wege/Passagen/Türen die man hier nun (besser) sieht sind selbstredent auch in dieser Sicht weiter versperrt. Leitern, Treppen zu Bahnhöfen, Geschäfte, zerstörte Gebäude, alles nich betretbar. Und neben Banken (welche man kaum ma benutzt um Geld abzuheben), kann man all die vielen, vielen Automaten, Müllpressen, etc. nicht nutzen. Gut, 2x im Game wirft man wo was ein, thats it. Diese vielen versch. Kästen sehen aber teils so aus als hätte man sie für Gameplay nutzen wollen, nur kam man nich mehr zu. Daneben stell ich mir auch die Frage wieso ich an einem Imbis mir überhaupt Essen kaufe? Aber zumindest… geht das.

Das Prunkstück ist hier natürlich die Fahrt mit seinem fliegenden Untersatz, das is einer der Cyberpunk-Dinge die ich in solch einem Spiel will. Auch hier wieder solch eine kleine Idee, das man das Fahrzeug wirklich nur auf markierten Parkplätzen landen kann, eben damit man nich überall damit sofort hinkommt, ist gut, auch wenns natürlich etwas schade is.^^ Leider ist hier auch nach allen Upgrades fürs Fahrzeug das Handling nich ganz so dolle. Und das man sich in der Umgebung beim fahren nur umsehen darf nachdem man den Button drückte mit dem man das Auto hoch/runter bewegen kann, is an Unfähigkeit nich zu übertreffen. Denn damit ist die neu hinzugekommende First-Person-Sicht innerhalb des Autos komplett für die Katz! Das man nich über alle (noch größere) Häuser fliegen kann ist natürlich der Engine geschuldet, schade aber kein Beinbruch. Aber leider macht man mit dem Auto selbst auch nichts weiter als von A nach B zu kommen. Da geht soviel mehr, in allen Bereichen.

Viel klingt davon negativ, aber insgesamt hat es mir wie gesagt dennoch gut gefallen.