
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Quo vadis, Bandicoot? Seit seinem allerersten Auftritt ist mir der Irrwisch ans Herz gewachsen, aber der jüngste Ausflug lässt mich kalt. Durch das ganze Mutanten-Klimbim bin ich kaum noch mit Crash alleine unterwegs, überhaupt fehlt dem Geschehen etwas der Fokus. Die Idee, verschiedene Fähigkeiten einzusetzen, ist ja okay, aber doch bitte nicht dauernd. Und das penetrante mehrmalige Abmarschieren alter Routen langweilt, da hätte ich lieber auf die freie Welt verzichtet – das ist alles mehr Rück- statt Fortschritt gegenüber dem Vorgänger. Auch die Grafik wirkt zu nüchtern, der Charme der frühen Jahre macht sich nur gelegentlich breit, etwa bei den wunderbar schrulligen (aber wenigen) Zwischensequenzen. Schade, so bleibt nur ein solider Hüpfer übrig, der viel könnte, aber nur wenig richtig macht.











Schade, dass Sony Crash damals so fallen hat lassen. Activision hatte doch keine Ahnung, was sie mit der Reihe anfangen sollen. Da haben sie ja Spyro noch besser behandelt. Auch die Neuauflagen von Crash und Spyro von vor gut fünf Jahren zeigten, dass sie den Charme der Originale nur bedingt einfangen können, was sich schon an der Darstellung der Charaktere zeigt, die bei Naughty Dog und Insomniac einfach einen Tick mehr Charme hatten.
Gerade in der Zeit dieses Herrscher der Mutanten hat man Crash optisch so seltsam verfremdet, dass mich allein das schon abgeschreckt hat.