Crayon Shin-Chan: Ora to Hakase no Natsuyasumi – Owaranai Nanokakan no Tabi – im Import-Test (Switch)

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Wer in der RTL2-Anime-Generation aufgewachsen ist, wird sich noch an einen ziemlich lustigen kleinen Fünfjährigen erinnern: Shinnosuke, auch bekannt als Shin-chan, ist der Held der gleichnamigen Zeichentrickserie, in der er seine Mutter und alle Damen der Nachbarschaft mit seinem oft an einen lüsternen Opa erinnernden Charme terrorisiert hat – aber nie mit echter Böswilligkeit, sondern amüsant kindlicher Direktheit. Durch die andauernde Beliebtheit der ­Serie ist es kein Wunder, dass regelmäßig in Japan neue Spiele erscheinen. Das neueste ist von den Machern von Attack of the ­Friday ­Monsters (3DS), Kaz ­Ayabe und seinem Studio Millennium ­Kitchen, und scheint einer ähnlichen Inspiration wie Ayabes einziges bisher im Westen erschienenes Werk zu folgen.

Ihr begleitet Shin-chan eine ­Woche lang während seiner ­Ferien auf dem Land, sammelt mit ihm Insekten sowie Fische und freundet Euch mit den Dorfbewohnern an. Klingt alles verdächtig nach Animal Crossing? Tatsächlich bedienen sich beide Titel derselben Idee: der Sommerferien-­Nostalgie. Und die beinhaltet in Japan eben auch die Jagd nach verschiedenem Kleingetier.

Dabei lernt Ihr die Einwohner des Dorfs kennen und ­einige Mysterien tauchen auch auf: Shin-chan findet sich in einer Zeitschleife wieder und überall sind lebendige Dinosaurier? Was hat es mit den Experimenten des verrückten Professors auf sich? Shin-chan erwarten viele Abenteuer auf dem Land, dabei zeichnet er alles in einem Tagebuch auf und widmet sich ausgiebig vielen Minispielen mit den anderen Kids aus dem Dorf, die ­verdächtig ­seinen Großstadt­freunden ähneln.

Das Spiel schafft es überraschend gut, den eigensinnigen Stil des Anime in 3D umzusetzen. Die Hintergründe sind wunderschön, die Animationen liebevoll und der Humor mit seinen vielen Wortspielen ist herrlich durchgeknallt. Allerdings werden Sprachkenntnisse dadurch unabdingbar, denn einige der zu erledigenden Aufgaben sind nicht offensichtlich, wenn man den Text nicht versteht. Auch der Humor basiert sehr stark darauf, dass Shin-chan bestimmte Wörter falsch versteht und alle anderen in der Gruppe dadurch oft in Verlegenheit bringt.

Nichtsdestotrotz ist das Spiel unglaublich charmant und es bleibt die Hoffnung, dass es den Weg zu uns finden wird. Spiele, die Japaner gerne als ”heilendes” Genre bezeichnen, können wir ­aktuell nicht genug haben.

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Irgendwie kann ich mit dem Serie wenig anfangen. Der Import – Test zeigt das Gegenteil. Wenn es jemals nach Westen komm, sehe ich vor mir als Geheimtipp.

Das finde ich spannenden beim Import -Titel.