Days Gone – im Test (PS4)

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Daneben setzt Ihr Euch mit wilden, teils infizierten Tieren auseinander: Pumas und Bären sind harte Gegner, Freaker-Wölfe laufen sogar schneller als Euer Motorrad fahren kann – ein flinker Abzugsfinger ist gefragt. Wer Zugriff auf bessere Schießprügel und Motorradbauteile haben will, muss diese in Camps kaufen. Davon findet Ihr im Verlauf der Story mehrere: Von einem Zwangs­arbeiterlager über eine demokratische Kommune bis zu einem patriotisch-amerikanischen Haufen Prepper beleuchtet Days Gone viele Gesellschaftsformen, die unter diesen Bedingungen entstehen könnten.

Für jedes Lager stehen Haupt- und Nebenmissionen zur Verfügung – schließt sie ab, um neben Erfahrungspunkten auch ­Vertrauen und Credits zu bekommen. Vertrauen benötigt Ihr, um höhere Upgradekategorien freizuschalten, Credits um Vorräte kaufen zu können. Jedes Camp verfügt über eine eigene Währung und hat andere Bauteile im Angebot – überlegt Euch also, wo Ihr Freaker-Ohren und gejagtes Wild abliefert. Leider wiederholen sich die Aufträge schnell und sie sind zum Großteil von der ­Stange: Meis­tens fahrt Ihr zu irgendeinem Ort, um dort alle Feinde zu töten oder etwas zu sammeln, selten werdet Ihr zum Schleichen gezwungen. Der rote Faden ist zwischen den zahlreichen Nebenquests nur schwer zu erkennen, die Handlung springt mit Aus­nahme des letzten Spielviertels oft hin und her: Durch Entdeckungen oder Funksprüche, die Ihr ärgerlicherweise nur erhaltet, wenn Ihr auf Eurem Bike sitzt und in der Wildnis unterwegs seid, werdet Ihr regelmäßig mit neuen Aufgaben überschüttet. Ein Tipp: Storyrelevante Missionen sind in der Übersicht mit einem gelben Symbol markiert.

Genauso viel Zeit wie zu Fuß verbringt Ihr auf Deacons Motorrad. Das Bike macht zu Beginn des Spiels nicht viel her, lässt sich aber in puncto Optik und Leistung gehörig aufmotzen: Mit Lachgas­einspritzung, einem stabileren Rahmen und edler Lackierung machen die Fahrten durch enge Tunnel, dichte Wälder und verlassene Kleinstädte gleich noch mehr Laune. Eure Priorität sollte beim Tuning aber immer auf dem größtmöglichen Tank liegen: Das Motorrad verbraucht eine ­Menge Sprit, Nachschub findet Ihr in roten Kanistern oder bei den Mechanikern der einzelnen Camps – dann natürlich gegen Bezahlung. Nichts ist dümmer, als mitten in der Nacht von ­Freakern umringt ohne Benzin dazustehen. Zwar bietet Days Gone außerhalb von Gefechten eine Schnellreise­funktion, aber auch die funktioniert nur, wenn genügend Brennstoff im Tank ist. Neben der Tankanzeige solltet Ihr auch die Tageszeit und das Wetter im Blick behalten: Bei Nacht und im Schneegestöber sind Freaker stärker und zahlreicher als im Sonnenschein, bei Tag sehen dafür menschliche Wachen besser.

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