Dead or Alive 4 – im Klassik-Test (360)

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Meinung

Matthias Schmid meint: Noch schöner, noch schneller, noch besser? Zur HDTV-Premiere schraubte Team Ninja nicht nur Grafikpracht, sondern auch die Spielgeschwindigkeit in nie gekannte Höhen. Das dank geschmeidigen Animationen und malerischen Hintergründen schickste Beat’em-Up aller Zeiten spielt sich noch rasanter als die Vorgänger – was nicht nur Vorteile hat: Zwar ­erfreuen fulminante Attacken im Sekundentakt das Spielerauge, des ­Öfteren überfordert das Tempo jedoch die menschliche Reaktionszeit. Buttonsmasher lachen sich ins Fäustchen und drängen machtlose Kontrahenten mit ellenlangen Combos in die Arenaecke. Nur wer die umfangreiche Movepalette seines Lieblingskloppers fleißig im vorbildlichen Sparring-Modus übt, beherrscht das knifflige Kontersystem und kann den starken KI-Gegnern Paroli bieten. Die herrlich in Szene gesetzen Levelinteraktivitäten gefallen optisch wie spielerisch, kommen dank vor allem im Story-Modus sehr kurzen Matches aber zu ­selten zum Einsatz. Imposant auch die enorme Anzahl schmerzvoller Würfe und Konterattacken – pingelige Prügler bemängeln hier allerdings das vermehrte Auftreten unschöner Clipping-Fehler.

Ulrich Steppberger meint: Ist DoA 4 zu hart, bist du zu schwach – zumindest muss das mal ­wieder die Devise von Oberninja Tomonobu Itagaki gewesen sein. So ­wurden kurzerhand die niedrigeren Schwierigkeitsgrade geknickt und der Anspruch kräftig hochgeschraubt. Wer seinen Kämpfer wirklich ­beherrschen und nicht nur durch Rumgedrücke Zufallssiege feiern will, der hat ein hartes Stück Arbeit vor sich. Dass disziplinierte Handkanten-Helden mit dem hohen Tempo umgehen können, merkt Ihr beim vorbildlichen Online-Modus. Das schräge Lobby-System ist ein sinnfreies Gimmick, die Duelle klappen aber tadellos – Lag ist zwar nicht ganz zu vermeiden, aber bei Matches auf dem eigenen Kontinent zu verkraften. Wer die notwendige Übung nicht scheut, wird erstklassig vermöbelt.

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torcid
12. August 2023 16:32

Das war damals wirklich eine Grafikbombe und auch spielerisch war DoA mit dem Focus auf Konter und seinem hohen Tempo immer anders als andere Fighting Games. Ich weiss noch wie ich es auf einem geliehenen 720p Projektor am Releasewochenende damals zockte und aus dem staunen nicht mehr rauskam. PGR3, GRAW & DoA4!

Tolle Zeit 🙂