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So poliert Human Revolution in puncto Spieltiefe und -welt daherkommt, so unverständlich sind die technischen Mängel. Die Grafik liegt qualitativ weit hinter Crysis 2 und Co. zurück, besonders bei den Spielfiguren leisten sich die Entwickler von Eidos Montreal Schnitzer: Animationen und Gesichter der Nebencharaktere befinden sich auf gehobenem PlayStation-2-Niveau. Auch in den Zwischensequenzen macht das Spiel keine gute Figur, mit Ausnahme von Adam sind die Gesichter der Darsteller zu glatt und emotionslos. Dazu gesellt sich das Problem, dass die deutsche Vertonung nicht mit den originalen Lippenbewegungen synchronisiert wurde und Ihr deshalb oft mit Bauchrednern sprecht, die zu unpassenden Zeitpunkten gestikulieren – ein echter Atmosphärekiller, zumal die deutsche Version keine englische Tonspur bietet.
In den frei begehbaren Gebäuden führen manche Gänge ins Leere, ab und an werden ganze Räume recycelt. In unserer Testversion kam es außerdem ab und an vor, dass Sekundärmissionen nicht auf dem Radar angezeigt wurden und wir deshalb unsere Auftraggeber mühsam selbst suchen mussten oder schlicht nicht wussten, dass der Handlungsstrang noch weitergeht.
Diese Mängel trüben den Gesamteindruck, halten uns aber nicht davon ab, weiterhin wie gefesselt auf der Suche nach neuen Handlungsschnippseln durch die düsteren Levels zu schleichen und während der Kaffeepause darüber zu diskutieren, wie unterschiedlich sich Deus Ex: Human Revolution anpacken lässt. Die Atmosphäre, die Spielfreiheit und die tiefschürfenden Fragen, die der Titel aufwirft, lassen Euch auch dann nicht los, wenn Ihr das Gamepad schon längst aus der Hand gelegt habt. Das Sommerloch ist damit endgültig vorbei!










