Devil May Cry 2 – im Klassik-Test (PS2)

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Neben den erwähnten Juwelen klaubt Ihr an schwer zugänglichen Orten­ später auch nigelnagelneue Wummen sowie Klingen auf: Explosive Granaten, fauchende Schrotflinten, spitze Unterwasser-Harpunen, manns­hohe Zweihänder und der exzellente Raketenwerfer machen anrückenden Biestern wahrlich die Hölle heiß. Damit Ihr Euch trotz der imposanten Knarren-Auswahl nicht blindwütig durch die kolossalen Polygon-Bauten schießt, wird stilvolle Monster-Meuchelei Devil May Cry-gemäß mit plakativer Sprücheklopferei belohnt: Wer wie ein Berserker ganze Teufels-Heerscharen in unmittelbarer Reihe abmurkst, dem flimmert ein lobendes ‘Showtime!‘ entgegen – unkoordinierter PS2-Kampf wird dagegen mit ‘Don’t worry!‘ abgestraft. Weil man sich von eingeblendeten Kommentaren nichts kaufen kann, regnet es pro erlegtem Feind zusätzlich blutrote Orbs. Die glühenden Kugeln tauscht Ihr an herumstehenden Statuen oder nach Missionsende gegen Waffen-Aufwertungen und Items ein: Banale Energie-Spender sind hier ebenso erhältlich wie eine Verlängerung der ‘Devil Trigger’-Leiste oder ein allmächtiger Reinkarnations-Trank, der Euch nach dem Ableben automatisch an Ort und Stelle wieder auferstehen lässt.

Ist die Anwendung dieser hilfreichen Gegenstände im gemeinen Metzel-Geschehen kaum notwendig, rettet Euch cleverer Item-Einsatz bei den regelmäßig auftretenden Zwischenbossen oftmals die Textur-Haut: Ein mit seiner Tarnvorrichtung protzender Mega-Hai, großmäulige Riesenraupen und das unliebsame Wiedersehen mit der aus Teil 1 bekannten Lava-Spinne ‘Inferno‘ stellen Euer Exorzisten-Duo beinahe im Minutentakt auf die Probe. Dafür dürft Ihr – wie von Capcom-Schlachtfesten inzwischen gewohnt – Eure grauen Zellen bei Devil May Cry 2 abermals schlummern lassen: Fadenscheinige Knobeleinlagen der Kategorie ‘Bring Gegenstand A zu Stelle B’ oder ‘Öffne den Ausgang, indem du vier Portale aktivierst’ dienen allenfalls zur Auflockerung des rüden Dauer-Gemetzels. Zusätzliche Erleichterung für Devil May Cry-Novizen bietet der ‘Easy’-Modus: Anfangs nicht anwählbar, lässt sich die Simpel-Variante nach dreimaligem Dahinscheiden auf Wunsch aktivieren – so kommen auch ungeschickte Zocker in den Genuss aller Extras.

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