Dragon Age II – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Titel von BioWare sind wegweisende Rollenspiele. ­Diese Faustregel gilt, seit die beiden promovierten Mediziner Greg Zeschuk und Ray Muzyka 1998 für das dahinsiechende RPG-Genre Doktor spielten. Mit Baldur‘s Gate belebten sie die PC-Rollenspiele wieder und etablierten ihr junges Studio als zuverlässigen Lieferanten hochwertiger digitaler Epen. 2005 bewiesen sie durch Jade Empire, dass sich knackige Konsolen-Kampfkunst und komplexes Rollenspiel nicht ausschließen müssen. 2007 starteten sie mit Mass Effect eine Reihe, deren innovative Einbindung von Shooter-Elementen die Herzen der Rollenspieler und Action-Freunde gleichermaßen eroberte. Das Erzählschema aller genannten Rollenspiel-Meilensteine und vieler weiterer BioWare-Hits lässt sich wie folgt zusammenreimen: Ein junger Held reist durch die Welt. Sammelt Freunde, Macht und Geld. Kommt in eine große Stadt und macht dort den Endboss platt.

Ob sie Baldur‘s Tor heißt, Kaiserstadt oder Citadel – stets endet die bewegte Heldenreise Eures ­Avatars in einer Metropole, welche die Quintessenz der jeweiligen Spielwelt darstellt und in einer finalen Schlacht gerettet werden muss. Ein Schema, das auch auf Dragon Age: Origins zutrifft, den geistigen Nachfolger von Baldur‘s Gate, dessen Konsolen-Version eine Traumwertung abgesahnt hätte, wenn sie technisch ausgereifter und besser bedienbar gewesen wäre. Der Nachfolger bricht nun erstmals mit diesem altbewährten Schema: Ob Meilenstein oder nicht, Dragon Age II ist auf seine Weise wegweisend, denn hier wird das Ziel zum Weg. Die Heldenreise schrumpft auf einen zwanzigminütigen Prolog zusammen, danach befindet Ihr Euch in der Küstenstadt Kirkwall. Bis auf wenige Ausnahmen spielt Dragon Age II in diesem Moloch.

Diese kühne Entscheidung ist nicht das einzige Risiko, das BioWare während der verblüffend kurzen Entwicklungszeit einging. Das Sequel wirft nämlich nicht nur die klassische Heldenreise über den Haufen, sondern auch die behäbige Kampfmechanik und viel genretypischen Menüballast ab, die den Vorgänger als klassisches Rollenspiel kennzeichneten. Kein Wunder, dass viele Fans nach den ersten Previews Muffensausen bekamen. Das unseelige Schlagwort ”Dragon Age Light“ machte die Runde.

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captain carot
17. August 2026 21:42

Das Kampfsystem ist nicht wirklich actionreicher. Und war sowieso bis einschließlich Inquisition der Schwachpunkt. Weder richtige Action noch richtig taktisch.

Teil 2 war erzählerisch ziemlich gut, zieht sich zwischendurch aber ziemlich. Inquisition wirkte schon deutlich belangloser obwohl es episch sein will.

Ich bin ehrlich gesagt bis heute der Meinung, dass ME Andromeda trotz der Glitches und Bugs zum Release eigentlich das deutlich bessere Spiel ist als Inquisition.

greenwade
17. August 2026 21:18

obwohl man immer im selben gebiet rumgelatschi ist, war es doch irgendwie noch gut. sehr seltsames spiel. teil drei war dann mit der openworld genau das gegenteil, aber auch nicht besser.

out
out
15. August 2026 11:28

“…aber das man immer in der Stadt Kirkwall unterwegs war, hat mich irgendwann genervt und gelangweilt…”

Deshalb habe ich es gar nicht erst gekauft.
Das actionreichere Kampfsystem musste ich auch nicht haben.

Zuletzt bearbeitet am 23 Tage her von out
Maverick
15. August 2026 6:23

Jau man hat gemerkt dass es nicht mehr die Magie von teil 1 hatte.
Die Story und die Charaktere fand ich echt gut, aber das man immer in der Stadt Kirkwall unterwegs war, hat mich irgendwann genervt und gelangweilt.

Erst der vierte war wieder richtig gut.

Zuletzt bearbeitet am 23 Tage her von Maverick
belborn
14. August 2026 18:15

Mir hat es irgendwie auch gefallen aber es war eine Verschlechterung in allen Aspekten.

Max Snake
13. August 2026 16:01

Mir hat es gefallen.