DiRT 3 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Grafisch ist DiRT 3 gegenüber dem Vorgänger kein großer Sprung, doch angesichts dessen Qualitäten ist das keine Schande: Die sauber modellierten Fahrzeuge nehmen bei Unfällen und Remplern Schaden, von abgefallenen Karosserie­teilen bis zu kaputten Scheiben reicht das Programm. Lackspiegelungen wirken nur ganz selten pixelig, dafür gibt es abwechslungsreiche Umgebungen zu sehen: Monaco verströmt einen Hauch Küstenluxus, in Norwegen und Aspen ergänzen Winterlandschaften die Auswahl. Unterschiedliche Tageszeiten überzeugen mit schicken Beleuchtungseffekten, Schneefall und Regenschauer gab es noch in keinem anderen Rennspiel so schön zu sehen. Selbst im Splitscreen für zwei Spieler – eine weitere DiR“-Premiere – müsst Ihr nur geringe grafische Einbußen in Kauf nehmen.

In der schlicht präsentierten Karriere hangelt Ihr Euch durch klar gestaltete Menüs statt wie beim Vorgänger im virtuellen Wohnwagen herumzulümmeln. Zudem begleiten Euch die Off-Stimmen eines Betreuertrios, das aber überwiegend Belanglosigkeiten von sich gibt. Dafür passt die Wettbewerbsstruktur: Vier Saisons mit jeweils vier Veranstaltungen werden nach und nach angeboten, sofern Ihr durch gute Platzierungen die nötigen Punkte einfahrt. Vor jedem Lauf lassen sich Schwierigkeit und Fahrhilfen wie eine optionale Ideallinie beliebig konfigurieren; zudem müsst Ihr nicht alle Wettbewerbe fahren, die Euch ”DiRT 3“ vorsetzt. Wer keine Lust darauf hat, kann z.B. die meis­ten Gymkhana-Einsätze ignorieren. Für Farbtupfer sorgen spezielle Herausforderungen, bei denen Ihr z.B. parallel zu einem Bob einen Berg hinabrast, Schaumstoffaliens unter Zeitdruck überfahrt oder auf einem Teilstück einer Rallye-Etappe Drifts zeigt. Stets sammelt Ihr nebenbei Erfahrungspunkte, die Euren Level erhöhen und neue Sponsoren aufmerksam machen sowie weitere Fahrzeuge für Eure Garage freischalten. Um online zu spielen oder Eure Fahrkünste per YouTube-Upload zu verewigen, müsst Ihr einen ’VIP-Pass’ einlösen, der dem Spiel beiliegt. Dann steht Rennen mit bis zu acht Teilnehmern nichts im Wege – auch einige exotischere Varianten wie ’Katz und Maus’ stehen fortan auf dem Programm.

DiRT 3 verteidigt souverän und routiniert seine Pole Position im Offroad-Sektor: Wer sich bahnbrechende Rallye-Neuerungen erwartet hat, wird sie hier nicht finden, dafür aber ebenso schicke wie motivierende Querfeldein-Rasereien von hoher Qualität – und darauf kommt es schließlich an.

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Sanftmut
23. September 2026 16:47

…Aus einer Zeit als Codemasters noch richtig tolle Spiele gemacht hat und Rennspiele im Allgemeinen eine goldene Zeit erlebten.

Habe tatsächlich erst kürzlich nochmal Race Driver GRID durchgespielt und war ein bisschen überrascht wieviel Spaß es auch heute noch macht! Daher werd’ ich mir demnächst auch Dirt 3 nochmal geben.

Heutzutage gibt es gefühlt nur noch Sims die auf Realismus abzielen oder Funracer, dazwischen ist relativ wenig.
Immerhin gibt’s immer mehr Indie-Studios die in die Bresche springen und mir schon seit einigen Jahren einige gute Spiele serviert haben.