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Langweilig werden Euch die Rundenkämpfe trotzdem nicht, denn neben der brillanten Präsentation – für die einmal mehr Charakterdesigner Akira Toriyama und Komponist Koichi Sugiyama verantwortlich zeichnen – sorgen ein simples, aber motivierendes Jobsystem und zig Ausrüstungsgegenstände für Abwechslung. Spektakulär ist dabei, dass sämtliche angelegten Rüst- und Mordwerkzeuge auch tatsächlich an Euren Spielfiguren zu sehen sind. Erkauft wird diese Flexibilität mit immensen Speicherdaten, denn Dragon Quest IX bietet Euch nur einen einzigen Spielstand, der regelmäßig überschrieben wird, wenn Ihr in einer der zahlreichen Kirchen den Priester anlabert.
Zusätzliche Kampf-Motivation birgt der formelhafte Aufbau der Hauptquest. Nach einem Prolog, in dem Euer Protagonist als engelsgleicher Beschützer des Dörfchens Engelsfälle vorgestellt wird, beraubt eine himmlische Katastrophe Euren selbst erstellten Avatar seiner Flügel und zwingt ihn, auf Heldenreise zu gehen. In schöner Regelmäßigkeit besucht Ihr also Dörfer und Städte, bekommt in hervorragenden deutschen Dialogen die Position des nächsten Dungeons verraten und räumt dort auf. Das bedeutet im Normalfall eine ausgedehnte Wanderung durch das Umland, denn mit einer ausreichend trainierten Party sind die Bossfights kein Problem.
Anstelle von drögem Aufleveln dürft Ihr bei jeder dritten Erfahrungsstufe eine wachsende Zahl von Skillpunkten verteilen und so, je nach gewählter Profession, zum Beispiel verbesserte Blockfähigkeiten mit dem Schild, Spezialangriffe mit bestimmten Waffen oder zusätzliche Attributsteigerungen erwerben. Ein umfangreiches System zur Item-Kreation und zahlreiche kleine Nebenquests runden dieses traditionelle und trotzdem rundum gelungene JRPG ab, das wohl auf unbestimmte Zeit die Referenz für DS-Rollenspiele darstellen wird.











Dragon Quest IX war für mich ein unglaubliches Spiel und mit fantastischen Erinnerungen verbunden. Ich habe damals mehrere hundert Stunden darin versenkt und denke bis heute gern an diese Zeit zurück.
Für mich war es außerdem der Einstieg in die Foren- und Internetwelt. Auf der deutschen Dragon-Quest-Seite habe ich damals mit anderen Usern, unter anderem dem großartigen Icksmehl, das Spiel Stück für Stück entschlüsselt. Wir haben Listen erstellt, Lösungen zusammengetragen und sogar die Hoimi-Tabelle geknackt sowie die Anleitung dafür für andere User übersetzt und aufbereitet.
Wenn ich mich richtig erinnere, war ich damals einer der Ersten in Europa, der verstanden hat, wie das funktioniert. Rückblickend einfach eine großartige Zeit – nicht nur wegen des Spiels selbst, sondern auch wegen dieser gemeinsamen Entdeckerphase.
@ belborn:
Durch das reichhaltige Endgame! Quests, Zufallsgrotten, Bossgrotten, das Berufssystem und der Multiplayer haben in Kombination dazu geführt, dass DQIX zwei Jahre lang regelmäßig gespielt wurde. Eine tolle Zeit hatte ich mit diesem schnuckeligen, riesigen Spiel!
Wie bekommt man 700h zusammen?
Megaspiel! Über 700 Stunden gezockt und im Endgame dennoch noch soviel unerledigt. <3
Edit: Es ist aber Teil IX und nicht XI!