Dungeon Siege III – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Nach einem Ableger für PSP kommt die Dungeon Siege-Serie endlich auf Konsole: Schauplatz des Hack’n’Slay-Rollenspiels ist das zerfallene Königreich Ehb, in dem Räuber, Monsterhorden und allerlei anderes Gesindel ihr Unwesen treiben. Die Protektoren der zehnten Legion haben es sich zur Aufgabe gemacht, Recht und Ordnung mit Waffengewalt wieder herzustellen – Ihr entscheidet Euch für Ritter, Zauberer, Schützin oder Feuerwesen. Im Laufe der Handlung schließen sich KI-Figuren Eurer Truppe an, Ihr dürft aber auch bis zu drei Online-Freunde oder einen Offline-Freund zum Schlachtfest laden.

Obwohl das labyrinthartige Fantasieland zahlreiche Welten beherbergt, ist das Abenteuer recht übersichtlich aufgebaut: Selbst Siedlungen bestehen nur aus einer Hauptstraße mit wenigen Sackgassen am Rande. Durch jeden Schauplatz führen eine Haupt- und eine erplauderbare Nebenquest, die Euch jeweils mehrere Aufgaben stellen – per Tastendruck blendet Ihr Wegpunkte ein, die Euch die Richtung zum nächsten Ziel weisen. Befreit Gefangene, bergt Schlüsselitems und räumt natürlich gefährliche Obermotze wie Riesenspinne und Dämonenwächter aus dem Weg. Dazu nutzt Ihr zwei Kampfmodi bzw. Waffensets: Der Ritter etwa kann mit Schwert und Schild taktisch kämpfen oder mit dem Zweihänder rabiat in die Menge holzen. Mit wachsender Erfahrung lernt Ihr neun Fähigkeiten, die sich mit Sondereffekten individuell entwickeln lassen. So könnt Ihr etwa den Schildzauber mit Schutzboni erweitern, ihm aber auch Reflektoreigenschaften verleihen. Dann wird ein Teil des Schadens auf den Angreifer zurück geworfen. In der Offensive nutzt Ihr Sturmattacken, Rundumschläge und Zaubergeschosse, die Ihr mit Effekten wie Zeitbremse oder Energiediebstahl erweitern dürft. Da es keine Heilitems gibt, ist zunächst der Ausbau von Regenerationstalenten ratsam – man kann lediglich von besiegten Feinden heilende Orbs sammeln.

Dafür dürfen sich Partymitglieder aber gegenseitig wiederbeleben, was dem Teamspiel zugute kommt. Zusätzlich stattet Ihr den Charakter mit zehn passiven Talenten aus und nutzt vielfältige Ausrüstung, die Ihr vor allem in den häufigen Schatzkisten findet – in den verschiedenen Itemshops gibt es nämlich nur rudimentäre Ausrüstung. Richtig spannend werden die Kämpfe daher erst nach einigen Stunden, wenn Ihr mit diversen Fähigkeiten und Kameraden experimentieren könnt. Schlüssel- und Passworträtsel sind selten. Bei der Handlung habt Ihr oft die Wahl zwischen Gesprächsalternativen, die sich aber nur geringfügig auf den grundlegenden Ablauf auswirken: Pompöse Handlungsszenen braucht Ihr nicht zu erwarten, zumal Eure Gesprächpartner kaum gestikulieren und Erzählungen mit pergament­artigen Animationen ­visualisiert werden – einzig die deutsche Synchronisation bringt etwas Dramatik in die Plaudereien.

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