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| Spiel: | EA Sports FC 26 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Developer: | EA Sports |
| Genre: | Sport |
| Getestet für: | PS5 |
| Erhältlich für: | PS4, PS5, Switch, Switch 2, XOne, XSX |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 11 / 2025 |
Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, als EAs FIFA und Konamis PES um die Gunst (und das Geld) der fußballverrückten Gamer rangen? Als FIFA-Fans die Lizenzarmut von PES belächelten und sich dessen Jünger damit brüsten konnten, eine ”richtige” Fußballsimulation zu spielen statt oberflächliches Arcade-Gebolze? Diese Zeiten sind lange vorbei. EA ist der einzig verbliebene Platzhirsch auf dem virtuellen Rasen (über eFootball und UFL deckt der Autor dieser Zeilen den Mantel des peinlichen Schweigens). Als anspruchslos und flach kann man die kanadische Fußball-Reihe schon längst nicht mehr bezeichnen – aber in diesem Jahr reicht EA noch mal explizit all denen die Hand, die sich authentisches Spielgefühl wünschen.
Neben dem trick- und geschwindigkeitsorientierten ”Wettkampf”-Spielgefühl, das man von FIFA respektive EA Sports FC gewohnt ist, lässt sich zumindest in den Offline-Modi nun alternativ ein ”authentischer”-Modus aktivieren. In der Theorie sollen Matches sich damit realistischer anfühlen, es stehen Taktik und Vorausdenken im Vordergrund. Ein guter Ansatz, der aber weiter verfeinert werden darf. Denn in der Praxis fühlen sich die Partien mit dieser Einstellung einfach behäbiger an, es fehlt an explosiven Momenten, die nun mal ebenfalls in der Realität vorkommen.
Abseits von dieser Neuerung halten die Entwickler den Ball in diesem Jahr eher flach. Es gibt keine revolutionären neuen Spielmodi und auch technisch hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum was getan. In der Trainerkarriere kommt es jetzt ab und an zu unvorhersehbaren Ereignissen wie langwierigen Verletzungen. In der Spielerkarriere startet Ihr mit einem Jungspund oder einer gestandenen Legende und investiert Euer Gehalt in Maßanzüge oder spendet fürs Tierheim. In ”Ultimate Team” muss für unseren Geschmack mehr gegrindet werden, Belohnungen fallen magerer aus als in den Vorjahren. Zudem streut der vor einigen Monaten eingeführte Season Pass seine Preise über alle Spielmodi. Blöd, wenn man deshalb nur alle paar Levels etwas Sinnvolles bekommt.
In den Matches und beim Drumherum wie Vertragsverhandlungen und Teammanagement erlebten wir keine erwähnenswerten Aussetzer oder Abbrüche. Positiv fielen uns die reaktionsstärkeren Torhüter auf, die so manch ”Unhaltbaren” noch von der Linie kratzen. Stand Anfang Oktober regiert online aber leider wieder der pure Tempofußball. Effektiv zu verteidigen, ist überproportional schwierig und KI-gesteuerte Abwehrspieler laufen häufig vor dem ballführenden Spieler weg. Ärgerlich, aber EA wird das Spielgeschehen vermutlich ohnehin wieder mehrmals durch Patches signifikant abändern.






















