Echo Generation 2 – im Test (Xbox Series X)

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Fünf Jahre nach dem ersten Teil wagt sich ­Cococucumber an eine Fortsetzung seines Rollenspiels und wirft dabei überraschend viel über den Haufen. Erhalten geblieben ist vor allem der ansehnliche Grafikstil, auch diesmal wird insbesondere bei den Charakteren auf Voxel als Basis gesetzt. Damit werden meist deutlich düstere Welten mit Sci-Fi-, Lovecraft- und Biomechanik-Grusel inszeniert, was sich in der Story spiegelt und außer ein paar Hommagen kaum Bezug zum Vorgänger hat. Gekippt haben die Macher auch teils nervige Rätsel: Ihr latscht weitgehend linear durch die Szenarien und sammelt nur hier und da Objekte ein. Komplett umgekrempelt wurde das Kampfsys­tem, das zwar immer noch rundenbasiert ist, aber nun mit Karten und zahllosen Statuseffekten auf Deckbuilder-Prinzipien setzt, wobei jeder der sechs im Lauf der Geschichte spielbaren Charaktere eigene Spezialitäten einbringt.

Grundsätzlich funktioniert diese Generalüberholung nicht schlecht, aber manche Designentscheidung sorgt für Unverständnis: So werden viele Kleinigkeiten sowohl in der Story als auch bei den Gefechten nur unzulänglich erklärt, bleiben aber ohnehin weitgehend irrelevant. Besonders frappierend macht sich das im letzten Kapitel bemerkbar: Statt der an sich interessanten Geschichte ein halbwegs angemessenes Ende zu spendieren, erwartet Euch ein zäher Boss Rush, der zudem ordentlich Frustpotenzial birgt, wenn Ihr nicht die speziell dafür qualifizierten Helden auf­gepimpt habt.

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