
Meinung
Matthias Schmid meint: 2011 ist mein Jahr der Grafik-Knaller: Erst bombardiert mich Killzone 3 mit dreckigem 3D-Krieg in Perfektion, dann verpasst mir Kirbys wollige 2D-Optik einen Zuckerschock. Doch El Shaddai schlägt beide, ach was – es schlägt sie alle! Grafisch zumindest. Was Verzauberer Sawaki hier vom Stapel lässt, ist schwer in Worte zu
fassen – ein bildgewaltiger Superlativ jagt den nächsten, ständig hat mich El Shaddai mit neuen Farbsets und Stilkapriolen überrascht. Dank des gut funktionierenden Kampfsystems samt taktischem Waffenklau kann ich sogar mit den repetitiven Arenafights, der unzureichend erklärten Bedeutung der roten Sammel-Orbs und der hektischen 2D-Sprungsteuerung leben. El Shaddai berauscht, hypnotisiert und bricht mit Konventionen – gebt diesem Experiment eine Chance!
Michael Herde meint: Langweilig, primitiver Aufbau, wirre Story, hakelige Sprungsteuerung – Vieles lässt sich an El Shaddai zu Recht kritisieren. Spötter mögen gar behaupten, das Spiel sei nur eine interaktive Winamp-Visualisierung. Doch mich hat El Shaddai berührt wie zuletzt nur Shadow of the Colossus: Auch hier hat die Monotonie für mich meditativen Charakter, die mir etwa beim ähnlich gelagerten Alice fehlte. Also: Japanische Sprachausgabe anstellen und abtauchen ins Bildermeer. Danke, dass es so etwas heute noch gibt!











Selten einen Titel erlebt, der nach anfänglicher Begeistung derart stark zu einer Enttäuschung wurde – Style over Substanz.
Einen Bekannten hatte ich das Spiel damals empfohlen, als ich noch in meiner Beisterungsphase war, der es sich daraushin ebenfalls gekauft hat, um danach darüber leicht verärgert zu sein, nachdem er eine ähnliche Erfahrung durchmachen musste wie ich.
Auch heute noch ein tolles Spiel.