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Die von Lionhead-Chefprediger Peter Molyneux im Vorfeld angekündigte Revolution der Spielmechanik erweist sich als sinnvolle Evolution. So wurden Skill- und Waffensystem ordentlich entrümpelt, die Anpassung an Euren persönlichen Spielstil steht im Vordergrund. Als Ersatz eines zweidimensionalen Charaktermenüs fungiert der jederzeit per Start-Taste erreichbare magische Heldenunterschlupf, in dem Butler Jasper nützlich-ulkige Kommentare von sich gibt, während Ihr an Eurem Outfit schraubt, Waffen anlegt, auf der detaillierten Übersichtskarte nach Quests sucht oder die neue Schnellreise nutzt. Statt unübersichtlicher Skill-Diagramme gibt es diesmal die Siegesstraße, auf der Ihr Eure Gildensiegel, das Fable III-Äquivalent zu Erfahrungspunkten, ausgebt, um Kisten zu öffnen. Auf der rechten Straßenseite findet Ihr Truhen mit sozialen Fähigkeiten und ökonomischen Skills, links stehen neue Zaubersprüche und Upgrades der drei Waffengattungen. Der Vorteil dieses Systems ist seine Übersichtlichkeit und die Möglichkeit, es dramaturgisch mit der Spielhandlung zu verquicken. Etwas verkopft wirkt das automatische Speichersystem mit nur einem Spielstand und die Tatsache, dass Ihr auch zum Waffenwechsel durch den Unterschlupf rennen müsst, hier wären Schnellwahl-Tasten komfortabler gewesen.
Komprimierte Charakterentwicklung und vereinfachtes Kampfsystem lassen Platz für einen neuen Aspekt, der Fable III zum bisher besten Teil der Reihe macht: Verantwortung. Habt Ihr nämlich nach zig Spielstunden und teils meisterhaft geschriebenen Quests endlich den Königsthron bestiegen, geht das Spiel erst richtig los. Ehe und Kindermachen, Miete eintreiben und neue Kostüme zusammenstellen empfandet Ihr als Aktionsvielfalt? Wartet, bis Ihr Eure ersten Tage als König hinter Euch habt! Denn plötzlich stehen all jene Verbündeten und liebgewonnenen Freunde auf der Matte, die Ihr im abenteuerlichen ersten Teil des Spiels kennengelernt habt. Die Versprechen, die Ihr jedem von ihnen gegeben habt, sollen eingelöst werden, Waisenhäuser gebaut, die Steuern gesenkt und diplomatische Beziehungen gepflegt werden. Die geniale Krux dabei: Wollt Ihr ein guter König sein, kostet Euch das Geld. Geld, dass Ihr dringend benötigt, um Albions Armee zu verstärken, denn binnen eines Jahres droht eine dämonische Präsenz aus den Sandgrüften Auroras in Albion einzufallen. Bedeutet: Eure Untertanen, ob sie Euch lieben oder hassen, werden sterben, wenn Ihr nicht bis zum Ende der Hauptquest Unmengen von Geld ranschafft. Plötzlich werden asoziale Entscheidungen attraktiv, weil sie Euch schnell viel Zaster bringen. Wer böse spielt, muss aber zusehen, wie Albion verfällt, die Bevölkerung verwahrlost und Ortschaften verkommen. Es war noch nie so hart und so faszinierend, ein Held zu sein!











Den 1. Teil noch durchgespielt und für ganz ok befunden,hoffte ich für die Fortführungen mehr Tiefgang.Naja.
Ich mag Fable 3 ja (deutlich mehr als den Erstling), aber in vielen Punkten war es am Ende zu einfach und/oder zu simpel.
War ein tolles Westlichen Rollenspiel von Lionhead Studios. Wo sonst hat die Verantwortung als König zur stehen?
Da verzeihen die weniger Herausforderungen, die Grafik etwas geschwächt ist und doch zur kurz war.
Gewagte These, dass Teil 3 der beste ist 😉