Gears of War 3 – im Klassik-Test (360)

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Wie die beiden hierzulande ­indizierten Vorgänger ist Gears of War 3 ein Third-Person-Shooter, der seinen Fokus auf deckungsbasierte Kämpfe legt. Das funktioniert noch immer so, wie es der Erstling 2006 populär gemacht hat: Per A-Taste lehnt Ihr Euch an Mauern und hüfthohe Hindernisse und seid so vor feindlichen Kugeln geschützt. Mit dem linken Stick bestimmt ihr, ob Ihr seitlich aus der Deckung hechten möchtet, elegant darüber springt oder von einer Mauer zur nächsten huscht. Wahlweise feuert Ihr blind übers Mauerwerk und könnt so nur grob zielen, besser geht’s mit dem linken Trigger, der die Ansicht auf eine Schulterkamera umschaltet und präzise Schüsse erlaubt – allerdings erfordert Gears of War 3 nie derart exaktes Zielen wie etwa Crysis 2, auf dem niedrigsten der anfangs drei Schwierigkeitsgrade unterstützt Euch zudem eine Zielhilfe. Nach dem Durchspielen schaltet Ihr den happigen Wahnsinn-Schwierigkeitsgrad frei. Nicht minder charakteristisch als das Deckungssystem ist das Rennen per A-Taste auf freiem Feld: Die Kamera sinkt auf Kniehöhe und folgt Marcus wackelnd, die Beweglichkeit wird dabei eingeschränkt. Erstmals dürft Ihr auch während der wiederkehrenden Funkgespräche von ­Marcus und seinem Gefolge spurten.

Da Ihr stets mit drei Begleitern unterwegs seid, tauscht Ihr jederzeit Waffen und Munition, zudem bestimmt Ihr, auf welchen Widersacher sich das Teamfeuer konzentrieren soll. Leider erweist sich diese Möglichkeit als unnötig, zu schnell und aggressiv gehen die KI-Kollegen selbstständig auf Angreifer los – man braucht die Kommandos schlicht nicht, denn stellenweise spielt sich Gears of War 3 wie von selbst. Immer wieder liegt bereits ein Großteil der Gegner tot am Boden, ehe wir uns entschieden haben, welchen wir denn nun als erstes angreifen möchten. Dafür attackieren Feinde auch unsere Begleiter, die dadurch nicht nur atmosphärisches Beiwerk wie in vielen anderen Shootern sind.

Im Gespräch mit Produzent Rod ­Fergusson erfahren wir, dass im Zuge der Massentauglichkeit der generelle Schwierigkeitsgrad gesenkt wurde. Schon auf normal ist Gears of War 3 deutlich weniger anspruchsvoll und fordernd als die Vorgänger – aus mehreren Gründen: Marcus und seine Delta-Einheit regenerieren sich automatisch, auch stirbt man nicht sofort, sondern geht erst zu Boden. Dann haben die Kollegen unbegrenzt oft 30 Sekunden lang Zeit zum Heilen. Nur wenn der Körper zerstört wird, landet man beim letzten Speicherpunkt. Als weiterer taktischer Schwachpunkt erweist sich die ­generell dürftige Gegner-KI.

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