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Im Verlauf der fünf Akte mit insgesamt 31 Kapiteln kämpfen wir uns von einer Angriffswelle zur nächsten, der grundsätzliche Spielaufbau variiert dabei kaum: Tor öffnen, Videosequenz betrachten und schon bald bricht das Inferno los. Für Auflockerung sorgen mehr Vehikelpassagen denn je, die vorrangig inszenatorisch punkten, spielerisch aber anspruchslos sind. So ist denn auch die Präsentation die große Stärke von Gears of War 3. Die Steuerung funktioniert einwandfrei und sorgt niemals für Frust, sodass Ihr Euch ganz dem audiovisuellen Bombast hingeben könnt. Selten stören kurze Ruckler und Tearing den Augenschmaus, fehlende Kantenglättung fällt nur in besonders bunten Bereichen auf. Neben der hervorragenden Beleuchtung ist auch das nahezu fehlerfreie Texturstreaming zu loben – üblicherweise eine Schwäche vieler Spiele, welche die Unreal Engine nutzen. Hier zeigen die Epic-Leute eindrucksvoll, wie man’s richtig macht und verzichten dabei weitestgehend auch noch auf Ladepausen!
Verglichen mit den beiden Vorgängern ist Gears of War 3 meist heller und farbiger und wirkt somit freundlicher. Dennoch feiern alle ehedem furchteinflößenden Bestien ihr Comeback – mal beschießt Ihr einen riesigen Brumak, mal heizt Ihr einem Corpser im eigenen Nest ein, anderenorts attackieren zähe Berserkerinnen oder fliegende Reaver. Doch wo solche Begegnungen einst für Schaudern sorgten, wirken sie diesmal wie inflationäres Kanonenfutter. Es dürfte der permanenten Abfolge spektakulärer Schauplätze geschuldet sein, dass es im Gesamtkontext an erinnerungswürdigen Momenten mangelt – weniger ist manchmal bekannterweise mehr.
Auch der Musik des ”Transformers”-Komponisten Steve Jablonsky fehlt Charakter, wenngleich sie das Geschehen auf dem Bildschrim effektvoll unterstreicht: In populärer Hans-Zimmer-Manier blubbern elektronische Basslinien, übertrumpfen sich Streicher und Bläser und hämmern die Paukenschläge. Neben dem melodiösen Titelthema sticht lediglich der exzellente Einsatz einer Instrumentalversion von Gary Jules’ ”Mad World” heraus, das eigens produzierte Gears of War von Bodycount erfreut Ice-T-Fans.
Erfreulicherweise hat Microsoft im Gegensatz zur Halo-Reihe hier auch die englische Tonspur auf die DVD gepresst. Die deutschen Sprecher schwanken meist zwischen unpassend und peinlich. Zwar klingen die englischen markiger und cooler, übertreiben daber aber maßlos – doch das ist ebenso Absicht, wie die unzähligen Einzeiler, die durch bemühte Komik nicht recht zur Kriegsdramatik passen wollen.










