
Meinung
Michael Herde meint: Ich empfinde die Kampagne als tumben Shooter mit dünner Story und einer Menge unlustiger Sprüche. Die Kampagne habe ich zunächst zu zweit absolviert, mein Partner wählte ’Casual’ und musste kaum Deckung suchen, ich wechselte schnell von ’Normal’ auf ’Hardcore’ und blieb dennoch unterfordert. Schwerer fiel es mir schon nach kurzer Zeit, mich an denkwürdige Augenblicke zu erinnern – Cole-Trains großer Moment in Akt 1 zählt klar dazu. Ansonsten ist mir die Kampagne zu mutlos und gleichförmig, da sich nahezu alle Gegner mit Dauerfeuer besiegen lassen – sofern mir die KI überhaupt welche übrig lässt. Die Entwickler weichen nur bei einem neuen Gegnertyp vom bewährten Rezept ab – und der erinnert frappierend an die Grim-Horden aus Resistance 2, ohne jedoch deren Panikfaktor zu erreichen. Auf der anderen Seite ist das Spiel technisch enorm beeindruckend und rundum poliert. So wird das dünne Spieldesign überlagert von imposantem Getöse aus Explosionen, herrlich scheußlichen Monstern, austauschbarer Orchestermusik und markigem Gebrüll. Anspruchsloses Geballer kann man durchaus mögen, zumal das Erfahrungspunktesystem den Wiederspielwert enorm steigert. Trotz genannter Kritik an der Kampagne finde ich das Gesamtpaket super. Die vielen durchdachten Möglichkeiten inklusive Splitscreen begeistern, mit Freunden zu spielen und fehlende durch Bots zu ersetzen, ist grandios – daran sollte sich die Konkurrenz ein Beispiel nehmen!
Filip Kaczor meint: Die interessanteste Neuerung in Gears of War 3 ist der Biest-Modus, den man als Locust spielt. Das umgekehrte Horde-Konzept geht meiner Meinung nach voll auf, auch wenn nur zwölf Angriffswellen zu meistern sind. Das ist eine witzige Abwechslung, da man mit unterschiedlichsten Kreaturen spielt – vor allem Mauler und Berserker sind ziemlich cool. Der Horde-Modus bietet reichlich Action und wird wohl die meisten Zocker anziehen. Spaßig ist besonders die neue Möglichkeit, zusätzliche Verteidigungsanlagen zu errichten, auch wenn es länger dauert, bis sie unterstützend wirken. In beiden Varianten steht der Teamaspekt an erster Stelle! Die gewohnten Deathmatch-Modi sind bessere Standardkost, die teilweise aus den ersten beiden Teilen zusammen gemischt wurden. Die Motivation, die unzählign Belohnungen freizuspielen, ist bei Gears of War 3 auf alle Fälle gegeben!










