Headhunter – im Klassik-Test (DC)

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Meinung & Wertung

Oliver Schultes meint: Headhunter ist ein perfekt inszenierter Zukunftsthriller zum Mitspielen: Angefangen bei der fesselnden Story über den professionellen Soundtrack bis hin zu dem coolen Hauptdarsteller – der Vergleich mit einem aufwändig produzierten Kinofilm liegt nahe. Doch Segas Kopfgeldjäger-Epos fasziniert nicht nur durch eine spannende Geschichte, auch die Echtzeit-3D-Optik ist auf höchstem Dreamcast-Niveau: Fabelhafte Texturen in rauhen Mengen, eine stets konstante, hohe Bildrate und massenhaft Details. So lässt sich der Großteil der Polygon-Objekte mit Schüssen oder Granaten zerstören, im Lagerhaus wuseln Dutzende Ratten umher und beim Kampf mit Rockerboss Greywolf auf einem verwinkelten Lagerhausdach prasselt der Regen ähnlich realistisch auf Jack herab wie auf PS2-Kollege Snake in Metal Gear Solid 2. Beonders angetan hat es mir der abwechslungsreiche Spielablauf: Heiße Feuergefechte, nervenaufreibendes Vorbeischleichen an intelligenten Wachen, neugieriges Erkunden der vielfältigen Areale und Studieren der zahlreichen Verbrecherdateien las­sen keine Langeweile aufkommen. Die Motorradeinlagen sind zwar nett, fallen gegenüber dem Rest aber deutlich ab.

Colin Gäbel meint: Ein Action-Thriller wie Headhunter hat dem Dreamcast gerade noch gefehlt. Vorbei die Zeiten, in denen Sega-Fans neidvoll auf Konkurrenz-Highlights wie Syphon Filter oder Metal Gear Solid schielen mussten. Obwohl die Schweden von Amuze ihr Videospiel-Debüt vorlegen, ist das Resultat den genannten Genre-Kollegen absolut ebenbürtig: Knackige taktische Feuergefechte, blitzsaubere Optik und abwechslungsreiche Aufträge machen die Gangsterjagd zum Vergnügen. Besonders angetan hat es mir die spannungsgeladene Story und die filmreife Präsentation. Die Skandinavier gaben sich redlich Mühe, die Missionen nicht plump aneinanderzureihen, sondern mit professioneller Sprachausgabe, satirischen TV-Sequenzen und zahlreichen (technisch mäßigen) FMVs ein zusammenhängendes, atmosphärisch dichtes Spielerlebnis zu schaffen.

Anspruchsvolle Gangster-Jagd mit opulenter 3D-Optik, aufwändigem Soundtrack und vielfältigen wie originellen Aufgaben.

Singleplayer86
Multiplayer
Grafik
Sound
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belborn
19. November 2020 21:58

Mir war das zu schwer.Immer wieder an der gleichen Stelle gestorben und dann von vorn.Hatte mit der Art Actionspiel aber auch Neuland betreten.

greenwade
19. November 2020 16:59

wissen nicht, aber ich wäre vorsichtig. kam nicht selten vor das die DC version eines spiels die bessere war.

ShadowXX
19. November 2020 11:24

Weiß einer von euch wie sich die PS2 Version schlägt? Die bekommt man nämlich leichter und (wesentlich) billiger.

FirePhoenix
18. November 2020 21:03

Gerne ein Remaster für “kleines” Geld, würde vollkommen reichen,
Game war auf dem DC ne Granate.

Little Mac
18. November 2020 19:26

Soundtrack, Story und die TV-Show sind auch heute noch der Wahnsinn, das eigentliche Gameplay dagegen nicht so gut gealtert.

Zocke es immer wieder mal, aber meist nur bis zu dieser superstressigen Bombenentschärfungsmission, die man nur mit viel „Die and error“ in den Griff bekommt. Der Rest war danach fast schon easy.

Lincoln_Hawk
18. November 2020 19:13

Der Soundtrack auch
Ohrwurm Garantie

ghostdog83
18. November 2020 18:47

ich hatte keine großen erwartungen, fands dann aber ziemlich gut

Ging mir ähnlich. Ein Spontankauf, der richtig zünden konnte.

greenwade
18. November 2020 18:02

ich hatte keine großen erwartungen, fands dann aber ziemlich gut. das mototrradfahren hat spaß gemacht.

MadMacs
18. November 2020 17:42

Die beiden Headhunter fand ich genial. Dafür habe ich den Dreamcast geliebt.

dunklertempler
18. November 2020 17:30

Ich habs geliebt, für mich definitiv in den Top 3 DC Games.
Der Nachfolger war dann nicht mehr ganz so gut.

Spacemoonkey
18. November 2020 17:24

ab einem punkt konnte ich nicht weiterspielen. das war da wo man die frau spielt und auf einem schiff ist. denke es war ein bug