Meinung
Kevin Pinhao meint: Ich respektiere Hell is Us in vielerlei Hinsicht. Es serviert ein unverbrauchtes Setting samt ungewohnt schonungsloser Geschichte, spannende Rätsel und ein solides Kampfsystem bei gelungener Präsentation. Außerdem setzen die Macher auf eine klare Designphilosophie – das ist durchaus willkommen und erfrischend. Leider geht die Rechnung für mich persönlich nicht ganz auf. Zu oft stieß ich mich an der Kompromisslosigkeit von Designentscheidungen, die für manch anderen genau ins Schwarze treffen dürften. Ich bin überzeugt, dass einige Zugeständnisse im Spieldesign die grundsätzlich gelungene Erfahrung nicht geschmälert, sondern vielleicht sogar optimiert hätten. Trotzdem: Steht Euch der Sinn nach einem spielerisch eigenwilligen Action-Adventure, ist Hell is Us in jedem Fall einen Blick wert. Probiert die kostenlose Demo!
Oliver Schultes meint: Während bei ”Soulsborne”-Titeln gerne mal Sackgassen-Bosse den Spielfortschritt verhindern, sind es bei Hell is Us Sackgassen-Rätsel. Konkret: Wer im Haus des Schmieds die durch einen Code gesicherte Tür nicht aufbekommt, für den ist das Abenteuer zu Ende. Dies wird nicht allen gefallen, ebenso wie die Abwesenheit einer Map, auf der man nicht gelöste Mysterien hätte markieren können, oder das viele Backtracking, um alle Nebenquests zu erledigen. Mir taugt dieser Oldschool-Ansatz ohne jedwede Hilfestellung – er motiviert mich zum Grübeln, weckt meinen Detektivinstinkt. Auch das arbeitsreiche Rekonstruieren der ausladenden, mit Anspielungen auf die Gegenwart durchzogenen Story gefällt. Leider enttäuschen die immer gleichen Kämpfe gegen die immer gleichen Gegner.





















Für mich leider unspielbar, weil mich Story und Zwischensequenzen wenig bis gar nicht interessieren und ich diese stets wegdrücke. Und da in diesen lt. Test viele Hinweise zu Rätseln zu finden sind, wenig förderlich.
Finde die zwei Meinungen bringen es insgesamt schon hin, was Vor- und Nachteile angeht.
Ich habe es gerne durchgespielt, aber ich muss rückblickend sagen: das Ende fand ich etwas sehr, sehr schwach (ich habs in einem Forumsbeitrag beschrieben). Hab auch seither keine rechte Lust mehr verspürt, nach Hadea zurück zu kehren.
Leider spricht mich das Gegnerdesign so gaaaar nicht an.
Schade, denn ansonsten scheint’s toll zu sein.