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Die Verteidiger holen sich das Leder mit Remplern und Grätschen. Tacklings von hinten werden vom Schiedsrichter mit der gelben Karte geahndet, mit dem roten Karton halten sich die Unparteiischen aber selbst bei klaren Notbremsen zurück. Die Umsetzung der Strafstöße ist komplett unterschiedlich: Beim Nintendo-Elfer zielt Ihr mit einem Cursor und variiert die Schußkraft in zwei Stufen. Spielt Ihr zu zweit, kann die optische Zielhilfe abgeschaltet werden. Mit dem Sony-Pad drückt Ihr das Steuerkreuz einfach in die gewünschte Richtung und donnert den Ball auf den Kasten.
Bei Eckbällen und Freistößen waren sich die Entwicklungsteams nicht einig: Auf der Playstation kickt oder werft Ihr den Ball immer zum Stürmer in der Mitte des Bildschirms. Das N64 läßt Euch zwei Möglichkeiten: Entweder zielt Ihr an einem Pfeil entlang in die gewünschte Richtung und Höhe, oder Ihr stellt auf eine Cursorsteuerung um und sucht Euch den freien Mitspieler aus. Letztere Methode erweist sich als erfolgreicher, die Bälle finden sicher zum Ziel.
Der Knackpunkt einer jeden Fußballsimulation ist der Torhüter. Die Leistung des Nintendo-Schlußmannes läßt sich variabel in fünf Stufen einstellen: Bis zur zweiten Stufe hat er Probleme, einen Ball zu sicher zu fangen. Zu viele Abpraller werden zum Futter für gegnerische Stürmer. Ab Stufe 3 packt er richtig zu und ist verläßlich.
Am Sony-Keeper dürft Ihr nicht schrauben, seine Leistung ist von den eingetragenen Fähigkeiten abhängig. Er gibt sich keine Blöße und läßt sich auch mit Schüssen aus der zweiten Reihe nicht foppen.
Das N64 lädt Euch zu einer Fußballparty mit vier Spielern ein. Auf der Playstation wird leider kein Multitap unterstützt, maximal zwei menschliche Spieler treten an. Ebenfalls Nintendo-only: Für mehr Platz auf dem Feld beschränkt Ihr die Spielerzahl pro Team auf bis zu sieben Kicker.
Die Kommentatoren haben sich auf beiden Konsolen stark verbessert. Animierten die alten Quasselstrippen mit ihrem hektischen Gebrüll eher zum Abschalten, so bleiben die neuen Reporter kühl und sachlich. Auf die Playstation-CD wurde auch ein deutscher Amateur-Sprecher gebannt. Seine Kommentare könnt Ihr aber getrost vergessen.
Tageszeit und Wetterbedingungen lassen sich bei Freundschaftsspielen frei einstellen. Dünner Sony-Nieselregen kostet die Spieler Kraft und Kondition – dafür habt Ihr hier aber auch die Möglichkeit, in einem überdachten Stadion anzutreten. Auf dem Nintendo 64 behindert Euch sogar dichtes Schneetreiben, außerdem bringt die Architektur einen Hauch der vergangenen Weltmeisterschaft ins Spiel: Drei der N64-Stadien entsprechen französischen Vorbildern – hoffentlich läßt Ihr Euch davon nicht deprimieren.









Das Playstation PES hab ich immer gespielt wenn ich beim Kumpel war, da er kein N64 hatte.
Aber selbst er hat zugeben das die N64 Version deutlich besser war.
Das erste Pro Evolution Soccer für die Playstation hat mich dann später aber auch überzeugt. Das fand ich spielerisch richtig stark!