Inversion – im Test (PS3)

8
532
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Was waren das noch fĂŒr Zeiten, als Aliens furchterregende, fremdartige Kreaturen waren und die Menschheit mit bizarren Methoden auslöschen wollten. Wenn es nach Inversion geht, sehen Außerirdische aus wie Space Marines, heißen Lutadore, entfĂŒhren kleine Kinder und ballern wild in der Gegend herum – das ist eigentlich schon das ganze Szenario. In Inversion schlĂŒpft Ihr in die Rolle des GesetzeshĂŒters Davis Russel, der gemeinsam mit seinem Kollegen Leo Delgado miterlebt, wie besagte Lutadore die Erde ĂŒberfallen und alles in Schutt und Asche legen. Davis verliert seine Tochter aus den Augen und macht es deshalb zu seinem Ziel, sie und all die anderen entfĂŒhrten Kinder zu retten.

Das zentrale Element von Inversion ist der sogenannte ”GravLink” – eine Art Waffe, mit deren Hilfe Ihr die Schwerkraft kontrollieren könnt. Unterschieden wird hierbei die schwache und starke Gravitation: Erstere lĂ€sst GegenstĂ€nde und Feinde schweben, letztere drĂŒckt sie zu Boden. Mit dieser Mechanik werden nicht nur KĂ€mpfe maßgeblich beeinflusst. Auch die Umgebung selbst muss hin und wieder manipuliert werden, um weiterzukommen. Doch keine Sorge, ganz im Sinne eines Shooters ist es nie schwer herauszufinden, was zu tun ist. Außerdem befinden sich manche Levelabschnitte im Zustand der Schwerelosigkeit, in der Ihr Euch von Plattform zu Plattform stoßen und dabei Feinde besiegen mĂŒsst.

Eure konventionellen Waffen dagegen sind beschrĂ€nkt: Zwei Slots stehen fĂŒr Wummen zur VerfĂŒgung, einer fĂŒr Granaten. Nicht selten wird die Munition knapp, dann mĂŒsst Ihr auf Euren GravLink zurĂŒckgreifen und etwas taktischer vorgehen. Vor allem Zwischenbosse sind gegen Kugeln gepanzert und mĂŒssen mit GegenstĂ€nden aus der unmittelbaren Umgebung bekĂ€mpft werden – das kann auch heißen, dass ihr Benzin- oder Lava-Blasen auf einen Feind schleudert. Hin und wieder dĂŒrft Ihr Euch auch mit den schweren Waffen der Gegner ausrĂŒsten und ein wenig fĂŒr Chaos sorgen. Zudem ist es möglich, Bestandteile der Umgebung wie etwa Mauern oder Autos zu zerstören, um Feinde ihrer Deckung zu berauben. Allerdings können sie dasselbe auch mit Euch machen.

Alleine seid ihr mit der Kampagne bald durch, zumal der ursprĂŒnglich mal angekĂŒndigte Koop-Modus spurlos verschwunden ist. DafĂŒr geht’s bei mehreren Online-Modi wie ScharmĂŒtzeln oder Team-Deathmatch ganz ordentlich zur Sache, ohne besonders zu glĂ€nzen. FĂŒr etwas Action zwischendurch ist Inversion also ganz gut zu gebrauchen, aber viel mehr darf nicht erwarten.

Meinung

Christine Donath meint: Die Gravitationselemente sind defintiv noch das Interessanteste an Inversion. Autos herumwerfen oder Gegner aus ihrer Deckung schweben zu lassen, hat schon was fĂŒr sich – leider reicht das alleine nicht fĂŒr ein richtig gutes Spiel aus. Der Rest spielt sich eher wie ein 08/15-Standardshooter ohne große Story, AtmosphĂ€re oder Abwechslung. Mehr als durch die Gegend zu rennen und alles niederzuschießen, was einem in die Quere kommt, tut man hier nicht. Und bei all den grobschlĂ€chtigen, grunzenden, mit ihren Knarren wedelnden MĂ€nnern fĂŒhlt man sich schnell an Gears of War erinnert, nur dass es billiger wirkt. Inversion ist als Shooter solide und bietet durchaus eine Herausforderung, doch darf man nicht zuviel erwarten – fĂŒr zwischendurch noch ganz nett, aber auf keinen Fall ein Must-Have fĂŒr’s Spieleregal.

  • setzt die Gravitation zu Eurem Vorteil ein
  • zerstörbare Umgebung
  • wenig Abwechslung
  • seichte Story, keine Identifikation

Meinung Wertung

Solider Shooter, der zwar viel Action und auch interessante Elemente bietet, insgesamt aber eher matt bleibt.

Singleplayer67
Multiplayer
Grafik
Sound
8 Kommentare
neuste
Ă€lteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
zweiblooom
14. Juli 2012 2:07

Das Spiel, ‘ wo man die Erde so heben und senken konnte’, hieß Populous 😉

Walldorf
14. Juli 2012 1:14

Ein bisschen mehr Respekt vor krÀftig gebauten Menschen bitte. ^^

Wiebke Westphal
13. Juli 2012 22:00

@Christine: haha … kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Ich hoffe, du hast bei dem fetten, schwabbeligen Sklaventreiber genauso gelitten wie ich 😉

SideScroller
13. Juli 2012 9:13

“”Bei all den grobschlĂ€chtigen, grunzenden… MĂ€nnern…””Der Meinungskasten einer Frau ist doch immer wieder was Besonderes.^^

John
12. Juli 2012 21:15

Finde das Spiel hatte richtig Potenzial ein guter Shooter mit guter Story zu werden (was momentan ja Mangelware ist).Sehr schade das dieses nicht genutzt wurde 🙁 .

12. Juli 2012 19:54

‘ wo man die Erde so heben und senken konnte.’Fracture hiess das Game….und als mittelmĂ€ssig wĂŒrde ich es nicht bezeichnen.Ich fands ganz lustig,nur die Gegner mit den Jetpacks haben genervt.

Transparenz Kubus
12. Juli 2012 18:35

Erinnert an dieses Spiel wo man die Erde so heben und senken konnte. War auch nur mittelmĂ€ĂŸig.

12. Juli 2012 16:08

Als ich damals die Trailer sah hatte ich schon ein bisschen Bock drauf. Wird sicher schnell fĂŒr 20€ zu haben sein und dann hol ichs mir : )