Invincible VS – im Test (PS5)

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Der Titel Invincible ist für ein Beat’em-Up nicht die beste Wahl, denn wo bleibt da der Spaß, wenn man ”unbesiegbar” ist? Doch Fans des gleichnamigen Comics oder der Amazon-Zeichentrickserie wissen, dass hier kein Kämpfer unantastbar ist. Im Gegenteil prügeln sich die von ”The Walking Dead”-Schöpfer Robert Kirkman ersonnenen (Anti-)Helden gerne bis zum literweisen Blutverlust oder enden gar als grob Gehacktes. Für alle Uneingeweihten ein kurzer Abriss der Grundgeschichte: In einer Welt voller Superhelden und -schurken ist Mark Grayson der Sohn des mächtigsten Superwesens, Omni-Man. Mark schlägt ebenfalls eine Heldenkarriere ein und nennt sich Invincible. Doch es ist nicht alles so, wie es scheint. Denn der vermeintlich gute Omni-Man ist die bitter­böse Vorhut einer Alien-Invasion. Es folgt alles, was man sich von Superhelden-Comics wünschen kann: coole Kostüme, Selbstfindung, Teenagerprobleme, Außerirdische, alternative Dimensionen, Geheimorganisationen und viele blutige Prügeleien. Vor allem Letztere finden sich auch im Tag-Team-Gekloppe Invincible VS zu Genüge. Verantwortlich dafür ist das brandneue US-Studio ­Quarter Up, das sich unter anderem aus ehemaligen Mitarbeitern von ­Double Helix (Killer Instinct) und Activision zusammensetzt.

Ah, ein Prügler. Das bedeutet wieder tonnenweise Tastenkombinationen für jeden Charakter auswendig lernen. Viertelkreis, Halbkreis, vorne plus Viertelkreis und dazu jeweils eine passende Aktionstaste. Oder doch nicht? Invincible VS setzt in der Standardeinstellung auf eine vor allem für Einsteiger zugänglichere Steuerung ähnlich dem Kampfsystem von etwa Dragon Ball: Sparking! Zero. Spieler können albtraumhafte Gedanken an Viertelkreis und Co. also beruhigt einmotten. Wer hingegen nicht darauf verzichten will, stellt in den Optionen auf die ”Bewegungssteuerung” um und darf dann bei verändertem Button-Layout nach Herzenslust Viertelkreise ausführen. Wir beschränken uns hier in der Beschreibung auf die Standardoption. Jeder der 18 Kämpfer aus der Invincible-Riege funktioniert nach demselben Grundschema. Am wichtigsten sind zunächst leichte, mittlere und harte Attacken sowie die Special-Taste auf den Face-Buttons des Controllers. Die Angriffe lassen sich ziemlich simpel zu Combos aneinanderreihen. Spritziger wird es (im wahrsten Wortsinn, denn das Blut spritzt in Mengen), wenn jeweils zwei Tasten zusammen für einen Spezialangriff gedrückt werden. Zum Beispiel ­schwere Attacke plus Special für eine wunderschön in Szene gesetzte 3-Hit-Sequenz, die den Gegner sogar in Stücke fetzt, wenn dadurch seine letzte Lebensenergie aufgebraucht wird. Wer seinen Hieben richtigen Wumms verleihen möchte, drückt zusätzlich die Boost-Schultertaste. Das verbraucht allerdings Boost-Energie, und die ist begrenzt ­respektive wird während des laufenden
Matches in drei Blöcken aufgeladen. Außerdem gibt es noch Counter-Manöver, die zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden müssen, um etwa aus einer ­Combo auszubrechen.

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