
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Die Grafik von Just Cause 2 sieht schick aus, zumal Panau in Sachen Umgebungen deutlich mehr Abwechslung bietet als das Eiland von Teil 1. Die Gefechte sind dank eingängiger Steuerung actionreich und unkompliziert, ein paar Macken blieben uns aber erhalten: So lenken sich fast alle Autos schwammig, der Waffenwechsel ist kompliziert und die Wartepausen beim Soforttransport nerven schon mal. Das ist aber nicht der Grund, wieso ich nur das ’Gut’-Gesicht aufsetze: In Just Cause 2 gibt es wahnsinnig viel zu tun, doch das Spiel führt den Spieler zu wenig – abgesehen von der dünnen Story heißt es nur ’Mach einfach mal irgendwas‘. Das ist eine tolle Sache für Zocker, die sich abseits von Handlungszwängen austoben wollen, ich hätte mir aber mehr inhaltliche Qualität als Beigabe zur Quantität gewünscht.
Philip Ulc meint: Eigentlich treibe ich mich bei Open-World-Spielen lieber in städtischen Gegenden herum, doch das Naturparadies Panau hat fraglos seinen Charme. Zu sehen und zu erkunden gibt es eine Menge, aber wie Ulrich fehlt es auch mir an einer klaren Linie: So schick die Explosionen in Szene gesetzt sind, etwas mehr Tiefgang bei den Aufgaben wäre nicht verkehrt gewesen – zumal die Feinde an einer kollektiven Doofheit leiden, die anspruchsvolle Feuergefechte rar macht. Mit dem Greifhaken habe ich mich eine Weile sehr gut vergnügt, die komplizierteren Kunststücke jedoch bald gelassen, weil sie im Praxiseinsatz außer bei Fahrzeugkaperungen nicht wirklich einen Sinn haben. Schade auch, dass Just Cause 2 ein reines Solo-Erlebnis ist – das sehenswerte Inselreich wäre ein idealer Schauplatz für spannende Mehrspieler-Gefechte.










