Kessen II – im Klassik-Test (PS2)

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Endlich findet Ihr Euch auf dem Schlacht­feld wieder, bzw. dessen taktischem Abbild. Mittels Karte befehlt Ihr den verschiedenen Verbänden die Einnahme einer individuellen Formation, den einzuschlagenden Weg oder den Angriff auf eine Armee des Feindes, sobald diese in Sichtweite ist. Dann geht’s erst richtig los: Filmsequenzen in Spielegrafik zeigen Euch, wie hunderte schwerttragender Fußsoldaten dem Feind entgegenstürmen oder Speer-bewehrte Amazonen ihren Pferden die Sporen geben, worauf die Ebene im Hall donnernder Hufe versinkt.
Auf verschiedene Weise greift Ihr ins Geschehen ein: So steuert Ihr auf Knopfdruck den jeweiligen Offizier und metzelt Euch mit ihm durch die Reihen, was besonders bei Moralmängeln Eurer Leute Sinn macht.

Oder Ihr wendet eine der Spezialfähigkeiten des Charakters an: Magisch begabte Anführer lassen Gesteinsbrocken und riesige Hagelkörner in die Reihen des Feindes regnen oder beschwören in blendend animierten Sequenzen Feuerbälle. Im Militärhandwerk geschulte Offiziere metzeln in einem Blut­rausch hunderte Soldaten oder erhöhen durch Kampfschreie die Moral der eigenen Einheit. Diese ist für den Sieg elementar: Sobald der entsprechende Balken einer Truppe auf Null schrumpft, ist das Scharmützel ebenso verloren wie bei dem Tod sämtlicher Mannen. So habt trotz der vielen gezeigten Filmschnipsel und dem selbstständigen Kampf der einzelnen Soldaten immer reichlich zu tun: Stetig wechselt Ihr zwischen den verschiedenen Offizieren, löst Extras aus, häckselt ein paar Gegner um, springt zurück zur Übersichtskarte und zieht als Sandkastengeneral eine beinahe aufgeriebene Armee aus dem Kampf zurück, während Ihr zwei andere zum Zangenangriff auf den geschwächten Gegner hetzt.

Was Euch bei Kessen 2 immer wieder überrascht und zu neuen Taten treibt, ist der Abwechslungsreichtum bei den Szenarien: Von Mission zu Mission ändert sich die politische Lage, neue Verbündete tauchen auf, die exquisite Zaubersprüche und Einheiten (wie die fliegenden ‘Adler’-Truppen) mitbringen. Mal müsst Ihr in zwei Tagen eine Stadt erobern, mal kämpft Ihr gegen Elefanten oder nehmt an einer beeindruckenden Seeschlacht teil. Auf fleißige Strategen wartet übrigens ein richtig dicker Bonus: Habt Ihr die ‘gute’ Seite durchgespielt, darf der Kriegspfad des Halunken Cao Cao eingeschlagen werden.

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