Seite 1
| Spiel: | Left 4 Dead 2 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Developer: | Valve |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 1 / 2010 |
Exakt 364 Tage nach Left 4 Dead erscheint die umstrittene Fortsetzung des Koop-Shooters. Denn wie viel frischer Inhalt steckt im Sequel, das die Community in einem offiziellen Protest lieber als Add-on gesehen hätte?
Das Spielprinzip behält Valve bei. Zombie-Horden hetzen vier neue ’Überlebende’ durch 23 lineare Levels, an deren Ende Euch jeweils ein Sicherheitsraum erwartet. Schauplatz ist der amerikanische Süden, der Euch an einem Einkaufszentrum, einem Vergnügungspark und Sümpfen vorbeiführt. Letztlich strandet Ihr in New Orleans.
Die Szenarien sind nicht mehr wie im Vorgänger voneinander isoliert, sondern inhaltlich verbunden – das peppt die Kampagne auf. Zum Großteil spielt Left 4 Dead 2 am Tag und rückt damit von der primär bei Nacht stattfindenden Zombie-Metzelei des Erstlings ab. Wer der Ego-Schlachtplatte deswegen den Grusel abspricht, liegt falsch: Die toll ausgeleuchteten und optisch detaillierteren Schauplätze schaffen schummrige Horrorfilm-Atmosphäre und erzeugen dank Südstaaten-Flairs und des stets vorhandenen Panikgefühls eine surreale Intensität.
Neben den Überlebenden schlüpft Ihr im Versus-Modus (bzw. in der beschleunigten Variante ’Scavenge’) wieder in die faulende Haut von Boss-Gegnern. Zu den fünf Obermotzen (Boomer, Hunter, Smoker, Tank und die nicht-spielbare Witch) aus dem ersten Teil gesellen sich drei neue Typen. Der Charger stürmt auf einen Überlebenden zu und nagelt ihn am Boden fest, der Jockey springt Nichtsahnenden auf den Kopf und der Spitter spuckt auf große Distanz hochgiftige Säure. Die neuen Bosse sind durch ihre Spezialfähigkeit darauf ausgelegt, die menschliche Gruppe zu trennen. Das macht das Geschehen auch für Solisten mit KI-Mitstreitern schwerer und unberechenbarer als im Vorjahr. Dafür setzt Ihr Euch vehementer zu Wehr, und zwar mit den zehn Nahkampfwaffen. Anstatt per Pistole als Sekundärwaffe ringt Ihr Infizierte mit skurrilen Alltagsgegenständen wie Bratpfanne oder E-Gitarre nieder und metzgert Euch mit Axt, Machete und Kettensäge durch die Gegnerschar – Sägenschwingen ist bei Massenaufläufen besonders effektiv. Daneben erweitert Ihr altbekannte Schusswaffen wie Shotgun oder Maschinengewehr mit Explosivgeschossen und Laservisier. Befindet sich ein Spieler mit der deutschen Left 4 Dead 2-Fassung in Eurem Mehrspieler-Team, besteht eine 50-prozentige Chance, dass Ihr in der Kampagne eine von fünf Counter-Strike: Source-Waffen ergattert – unabhängig von der jeweils gekauften Version.

























Besitze das damals Indiziert/Beschlagnahme uncut von Left 4 Dead 2.
Was für eine stressigen, motiviert Koop Multiplayer.
Ein würdiger Nachfolger der auch heute noch gerne für ein paar Runden gezockt wird. Und trotzdem hat nach wie vor der Erstling einfach mehr Charme 🙂