Lost Planet 2 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Besonders originell ist die Episode um den Wüstenwurm: Euer Team erobert einen Zug mit einer mächtigen Kanone, die Ihr auf den Kriecher richten müsst: Während ein Spieler den Ziel- und Feuermechanismus bedient, schaffen die Kameraden Munition aus der Waffen­kammer herbei und aktivieren bei Überhitzung die Sprinkleranlage. Außerdem greifen Amöbenschwärme an, die es abzuwehren gilt – da muss jeder Handgriff sitzen, denn mit dem schwerfälligen Geschütz habt Ihr nur selten die Gelegenheit zum Volltreffer – ein richtiger Nervenkitzel, der für Stimmung sorgt! Als regelrechter Teamsport entpuppen sich die Stunts mit dem Kletter­haken, mit dem Ihr Klippen erkraxeln, Euch aber auch an Monster hängen und dann hochziehen könnt: So erklimmen geschickte Spieler selbst mächtige Giganten wie den Salamander, um dann auf ihm zu reiten – so gibt’s in Lost Planet 2 sogar einiges zu lachen.

Abseits solcher Spielereien gestalten sich die Feuergefechte ­erfreulich abwechslungreich, weil am Wegrand massig Extrawaffen und bemannbare Vehikel warten: Jeweils zwei Waffen wie Shotgun, Raketenwerfer, Sturm- und Scharfschützengewehr könnt Ihr gleichzeitig tragen, außerdem sammelt Ihr Splitter- und lähmende Plasma­granaten. Richtig spaßig wird’s, wenn Ihr in einen der vielen Kampfanzüge bzw. Mechs steigt: Große Modelle besitzen montierte Waffen wie Riesenflinte und Gatling-Maschinengewehr. Damit tretet Ihr selbst den mächtigsten Obermotzen mutig entgegen! Später dürft Ihr gar Kampfhubschrauber kapern und dann aus der Luft in den feindlichen Reihen wüten.

In der Not nutzt Ihr dagegen den ’T-Eng-Versorger’: Dieses praktische Lebenserhaltungssystem lässt sich bei Spendern mit Energie laden, die dann den Helden bzw. Kameraden auf Knopfdruck heilt oder Versorgungscontainer öffnet – in diesen findet Ihr die ganz großen Wummen. Ebenfalls eingebaut sind Zoom-Optik, Nachtsichtgerät und ein automatischer Zielmarker, der alle verwundbaren Objekte nahe des Zielkreuzes markiert. Dieser nutzt Euch vor allem in unübersichtlichem Gelände wie dem Dschungel: Hier ist die Flora so detailliert und dicht, dass Ihr stellenweise nur wenige Meter sehen könnt. Mit dem Zielmarker lassen sich jedoch selbst im tiefen Schilf kleine Feinde flott identifi­zieren und ausschalten. Action­ erwartet Euch übrigens auch in den Sequenzen: Capcom hat ­einige Reaktionsspiele eingebaut, die an manchen Stellen über Leben und Tod entscheiden: Wer dann im korrekten Augenblick eingeblendete Tasten drückt, beeinflusst den Verlauf der Geschehnisse.

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Rudi Ratlos
20. März 2026 12:07

War ob der Ausrichtung gegenüber Teil 1 etwas verwundert, aber im Coop war das Spiel richtig klasse!