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Neben den gängigen Schergen bekommt Ihr es regelmäßig mit kleineren und großen Bossgegnern zu tun, die mit komplexeren Angriffsmustern Eure Reaktionen angenehm fordernd auf die Probe stellen. Hier sind – wie so häufig im Genre – rechtzeitige Ausweichmanöver und Paraden unerlässlich, um die feindliche Haltung zu brechen und dann mit besonderem Elan auszuteilen. Es winken durchaus imposante Konfrontationen, insbesondere zum Abschluss jedes Kapitels.
Außer Euren Kriegswerkzeugen verlasst Ihr Euch im Kampf auf einen satten Pool an magischen Angriffen, mit denen Euch Eure Begleitung Arena unterstützt. Ist Eure sogenannte ”Begnadeten-Energie” einmal aufgeladen, wechselt Ihr in einen genretypischen Berserker-Modus, stilecht mit weißer Mähne. Schwierigkeitsgrade bietet das Spiel übrigens keine. Fallt Ihr jedoch mehrfach im Kampf, bekommt Ihr optionale Schmuckstücke spendiert, die Euch beim Anlegen mehr Schaden einstecken und austeilen lassen. So passt Ihr die Schwierigkeit nach Belieben an.
Wo wir schon bei Schmuckstücken sind: Ein paar rudimentäre Rollenspiel-Elemente bringt Lost Soul Aside auch mit. Damit verdient sich der Titel kaum einen RPG-Zusatz in der Genrebezeichnung – am ehesten noch ist das Verhältnis zwischen Action und RPG mit jenem aus Final Fantasy XVI”zu vergleichen. Es bereitet aber Spaß, Waffen mit Juwelen auszustatten, um so an Attributen wie Angriff oder kritischer Trefferchance zu schrauben. Besagte Edelsteine lassen sich dann mit größtmöglicher Freiheit visuell anbringen, um Eure ganz individuellen Kampfgeräte zu kreieren – ein schöner Einfall!
Schön ist zudem die Welt von Lost Soul Aside, wenngleich sie einen eigenen Charakter vermissen lässt. Wenn Ihr Euch durch alte Ruinen, Bambuswälder, Bergminen, Steppen und Cyber-Dimensionen arbeitet, sieht das alles meist sehr hübsch aus, macht aber eben auch den Eindruck eines wild zusammengewürfelten Wirrwarrs an Inspirationen. Den intensiven Einfluss des ”Realität trifft Fantasy”-Ansatzes von Final Fantasy XV merkt man etwa nicht nur der Garderobe des Protagonisten an.
Trotzdem: Die hübschen Kulissen erfüllen ihren Zweck, Euch linear von einem Kampf zum nächsten zu führen. Zwischenzeitlich dürft Ihr auch immer wieder abwechslungsreiche Hüpfeinlagen absolvieren, die etwas ruppiger von der Hand gehen als die butterweichen Keilereien. Generell hat Lost Soul Aside zum Start noch mit technischen Stolpersteinen zu kämpfen. Eine wacklige Tonspur und grobe Szenenwechsel sind zu verschmerzen, während ein Spielfehler im Nachgang eines Bosskampfes kurzzeitig befürchten ließ, wir könnten unser Abenteuer nicht fortführen. PS5-Spieler haben aber deutlich weniger zu beklagen als PC-Freunde. Die Entwickler haben Besserung in Form von zeitnahen Patches versprochen.






















Ja, er schreibt gut und auch recht viele Artikel. Sollte seine eigenen Tester-Fotos bekommen, falls moeglich.
finde die Tests von Herrn Pinhao stets relativ nah an der Wahrheit – werde mir das Teil aber erst im Sale gönnen.