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| Spiel: | Mass Effect 2 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Developer: | Bioware |
| Genre: | Action-Rollenspiel |
| Getestet für: | PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 3 / 2011 |
Sollten die allwissenden Release-Listen der PR-Protheaner von Electronic Arts Recht behalten, steht Ende des Jahres der finale Akt von BioWares preisgekrönter Space-Opera Mass Effect auf dem Programm. Bis es soweit ist und Commander Shepard unseren Heimatplaneten gegen die uralten Technogötter der Reaper verteidigt, dürfen aber erst einmal PS3-Kapitäne in die Saga einsteigen und mit Mass Effect 2 den generalüberholten Mittelteil erstmals auf einer Sony-Konsole erleben.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Inhaltlich bleibt alles beim Alten und wer Mass Effect 2 mit sämtlichen Add-ons auf der Xbox 360 oder dem PC schon gezockt hat, wird wenig Grund finden, sich Shepards actionreichen Ausflug in die dunkleren Gefilde der Massenportal-Galaxie noch einmal zuzulegen.
Immerhin: PS3-Besitzer bekommen nicht nur den zweiten Teil mit überarbeiteter Grafik-Engine, sondern auch die Add-ons ”Kasumi: Stolen Memory”, ”Overlord” sowie ”Lair of the Shadow Broker” dazu. Außerdem steht nach der Einleitung des Spiels ein interaktiver Comic der renommierten Lizenz-Zeichner Dark Horse an. Was die überarbeitete Optik anbetrifft: Mass Effect 2 wirkt auf der PS3 zwar schärfer als auf der Xbox 360, dafür fällt das typisch schwache Anti-Aliasing auf. Außerdem kommt es während der Dialog-Sequenzen immer noch ab und zu vor, dass Charaktere einen Sekundenbruchteil zu spät ins Bild zuckeln. Ebenso verfällt Shepard wie auf der 360 bisweilen in einen psychotisch wirkenden Starrkrampf und Jacob schielt immer noch, als hätte er im Afterlife-Club dem Trunk gefrönt.
Abgesehen von solchen Oberflächlichkeiten liegt mit der PS3-Fassung aber die umfangreichste und hübscheste Fassung des Action-Rollenspiels vor, die man momentan erwerben kann – deshalb lassen wir auch einen Punkt mehr springen als auf der Xbox 360. Der Mix aus kinoreifen Dialogen, zugänglichen Ballereien und atmosphärischer All-Erkundung vereint spielerisch das Beste aus Schieß- und Rollenspiel. Shepards Alien-Crew wirkt außerdem glaubwürdiger und menschlicher als mancher angeblich humanoider KI-Pappkamerad durchschnittlicher Konkurrenzprodukte.











ME1 war für mich sehr nahe am Meisterwerk (nur wegen des Endkampfs, allgemein Bosskämpfe Abzüge), da bin ich sehr grosser Fan von. ME2 sah ich immer als den typischen “Blockbuster”-Nachfolger, sehe ich auch so, mit weniger Immersion, dafür in allen Belangen direkter. Fand’s aber immer noch super. Bevor die Gurke ME3 den Untergang von Bioware einläutete. Den 4. Teil war dann für mich nur Müll den ich nicht länger als 3h ausgehalten habe.
Da hängen bis heute Licht und Schatten eng beieinander. Mass Effect 1 hat für mich viel mehr das Gefühl vermittelt, eine Galaxie zu erkunden. Und trotz Baukastenumgebungen waren gerade manche Sidequests herausragend geschrieben. Solche Punkte fielen mit dem Nachfolger unter den Tisch.
Dafür war das (lineare) Leveldesign drastisch besser, die Action spielte sich wirklich gut und natürlich wurde die Crew deutlich umfangreicher und abwechslungsreicher.