
Meinung
Thomas Stuchlik meint: Runderneuerung für den besten Metal Gear Solid-Teil Trotz abermaligem Durchspielen der dritten Episode kann mich Subsistence mit der Geschichte rund um Snake und Shagohod erneut fesseln – schließlich kommt diese bei weitem nicht so aufgeblasen daher wie im zweiten Teil. Doch während sich in Sachen Story und Szenario nichts getan hat, ist dank individueller Kameraführung mehr Spielspaß garantiert. Endlich seid Ihr nicht mehr an die statische ‘Von oben’-Perspektive gefesselt. Ganz im Gegensatz zum recht linear gehaltenen Einsatzgebiet, das den Forscherdrang doch erheblich einengt. Trost spenden hier die zwei Zusatzdisks mit dicken Boni. Neben dem dort enthaltenen MGS 3 in Film-Form überrascht der für PS2-Verhältnisse vorbildliche Online-Modus mit (zumindest im Test) lagfreiem Spielspaß. Wem das nicht reicht, der schnuppert Retro-Luft bei den Ur-Metal Gear-Teilen. So bietet Subsistence auch Besitzern der dritten Metal Gear Solid-Episode genug Spielsubstanz. Trotzdem sei die Frage gestattet, warum uns Konami so lange hat warten lassen – in den USA erschien Subsistence nämlich schon im März.
Janina Wintermayr meint: Dumm gelaufen: Snakes generalüberholtes Abenteuer schlug zeitgleich mit der Preview von Splinter Cell: Double Agent in der Redaktion auf und konnte mich daher nur bedingt fesseln. Allzu deutlich fiel im direkten Vergleich der sperrige Spielablauf des japanischen Schleichers auf: Minutenlange, belanglose Funksprüche, ein überfrachtetes Heilungsmenü und die dezent ungenaue Zielerfassung machen Subsistence nicht attraktiver. Das geht besser, wie die neue frei drehbare Kamera beweist. Vor allem Anfängern erleichtert die Rundumsicht den Einstieg ins Agentenleben. Neulinge und Serien-Fans freuen sich auch über den günstigen Preis von 40 Euro. Für Letztere lohnt sich die Anschaffung in erster Linie wegen dem gelungenen Online-Modus.








