Metal Wolf Chaos XD – im Test (PS4)

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Vor den Souls-Spielen war From Software vor allem für seine Spiele­serien King’s Field und ­Armored Core bekannt. 2004 veröffentlichte das Studio Metal Wolf Chaos unter ungewöhnlichen Umständen: Der Titel erschien nur in Japan, obwohl er sich dem überzeichneten amerikanischen Patriotismus verschreibt. Und dann kam das Spiel auch noch exklusiv für die erste Xbox, eine Konsole, die in Fernost nicht gerade große Popularität genoss. Durch diese ­Umstände wurde Metal Wolf Chaos zu einem nischigen Kultobjekt, die eBay-Preise rangieren zwischen 80 und 120 US-Dollar.

Billiger ist die digitale Neuauflage – allerdings ist sie ohne dicke Nostalgiebrille auch nur schwer verdaulich. Als US-Präsident steigt Ihr in einen bis an die Zähne bewaffneten Mech und erobert die USA im Alleingang von Putschisten zurück – der feuchte Traum Donald Trumps. Das Spielgefühl erinnert an die gute alte Arcade-Zeit: Ihr ballert quer durch die USA auf Infanterie, Hubschrauber, Panzer und Gebäude, legt die Umgebung in Schutt und Asche, rettet Zivilisten, tötet Bosse und sorgt für einen hohen Punktestand. Das klingt spaßig, entpuppt sich aber trotz unterschiedlicher Missionsvarianten als öde Dauerfeuer-Orgie. Geld und Material steckt Ihr in die Entwicklung und den Kauf neuer Waffensysteme. Untermalt wird das Geschehen von einer käsigen Story, welche die deutsche Fassung von Metal Gear Solid wie ein Shakespeare-Stück anmuten lässt.

Die Optik wurde immerhin sauber, flimmer- und ruckelfrei portiert, bleibt aber ein Fall für Hardcore-Nostalgiker. Beim Sound fallen unterschiedlich laute Stimmen in den Zwischensequenzen sowie flache Schuss- und Explo­sionsgeräusche negativ auf.

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