Mirror’s Edge – im Klassik-Test (PS3)

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In den geschätzen 5-10% des Spiels, in denen Faith eine Waffe trägt, gleichen sich ihre Bewegungsmöglichkeiten denen eines normalen Ego-Shooter-­Protagonisten an, dann seht Ihr plötzlich, mit welch groben Einschränkungen der Master Chief oder Gordon ’Wo sind meine Hände’ Freeman ihren Job verrichten. Denn Faiths Fähigkeiten gehen über die Jump’n’Run-Qualitäten anderer hüpfaffiner Ego-Helden wie Turok oder Samus Aran weit hinaus. Dank ihrer ’Runner Vision’ leuchten wichtige Level-Elemente rot auf, z.B. eine ­Absprungrampe, ein zum Sixaxis-Balance-Akt einladender Stahlträger oder eine rettende Fluchttür.

Ist keiner der roten Ankerpunkte zu sehen, hilft die Kreistaste: Das winzige Zielvisier im Zentrum ­Eures Blickfelds springt dann auf den Punkt des Levels, den Ihr erreichen müsst. Jetzt gilt es, Faiths turnerische Fähigkeiten einzusetzen: Wie der Perser­prinz oder Altaïr aus Assassin’s Creed läuft Faith Wände hoch, hangelt an Vorsprüngen entlang, rutscht Rampen herab oder gleitet unter sich schließenden Toren durch. Das Kontrollschema ist einfach: ’Nach oben’-Aktionen wie Springen, eine Wand hinaufklettern und Hochziehen löst Ihr via L1-Taste aus, ’Nach unten’-Manöver wie Ducken, Rutschen und Loslassen per L2-Knopf. Komplizierter ist die Kombination der beiden Tasten (u.a. beim Drehsprung), nach einiger Zeit klappt aber auch das.

Stoßt Ihr auf Gegner, ist Faiths ­’Reaction Time’ Gold wert: Verlangsamt auf Knopfdruck die Action, entwaffnet den Feind per Dreieck-Button und durchsiebt anschließend dessen Kollegen. Zum Glück trefft Ihr fast nie auf mehr als vier Feinde auf einmal, denn das Magazin einer erbeuteten Waffe ist schnell verbraucht; dann müsst Ihr die Knarren der Toten auflesen. Überdenkt den Einsatz der ’Reaction Time’ gut – erst nach einigen Sprints und Sprüngen ist sie wieder einsatzbereit.

Richtig anspruchsvoll und hektisch geht es zu, wenn Geschicklichkeit und Kampf kombiniert werden: In einem architektonisch verzwickten, mehrstöckigen Gebäude vor Gegnern türmen, Absprung- bzw. Kletterpunkte finden und mit der knappen Lebensleiste haushalten (Faith regeneriert sich selbstständig) – das treibt den Puls hoch. Bereitet Euch darauf vor, solche Passagen mehrmals zu bestreiten, die ersten Versuche dienen schon mal dem bloßen Erkunden des Fluchtweges.

Abseits des Story-Modus dürft Ihr in Time-Trial-Missionen einzelne Passagen und ganze Levels erneut besuchen, die Ghosts der Entwickler herausfordern oder Bestzeiten und Geister-Daten hoch- bzw. herunter­l­aden. Freispielbare Artworks und der Soundtrack zum Anhören runden Mirror’s Edge-Paket ab.

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senser
26. März 2025 13:09

War echt gut und das Add on mit den Leveln auf Zeit hat mich auch ab geholt. Den perfekten Run zu machen hat mich ziemlich gefesselt.

KVmilbe
25. März 2025 21:38

Hab ich noch immer in wohliger Erinnerung als eine großartige Erfahrung.

captain carot
25. März 2025 17:37

Ich fand es damals genial und hab es im Lauf der Zeit einige Male durchgespielt. Sicher kein perfektes Spiel, aber immer noch ziemlich einzigartig. Schade, dass Catalyst da nicht wirklich rankam. Der Storyreboot war unnötig, die neue Faith zwar mehr auf hübsch getrimmt aber langweiliger, die (kleine) Open World ziemlich belanglos.

Die ‚richtige‘ Faith dagegen ist unterm Strich bis heute ein bemerkenswertes Charakterdesign. Die sieht nämlich so aus wie jemand, der einen anspruchsvollen Ausdauersport betreibt und nicht wie die typischen Videospielhelden bis heute aussehen. Das Spiel selbst ist in seiner Geradlinigkeit immer noch ein rundes Spielerlebnis.

Und es hat wenn man genauer hinguckt mehr Impact hinterlassen, als man im ersten Moment denkt. Was die vormaligen fliegenden Arme in First Person Sicht hwute so können, über Zäune hechten, sliden und so weiter, schick nimiert und mit einer gewissen Glaubwürdigkeit, das haben wir zum großteil Faith zu verdanken.

Max Snake
25. März 2025 15:27

Mirror’s Edge setzt mit den Ego Perspektiven Jump n’ Run frische Ideen in schicken, kühlen Unreal 3 Technik.

Schlüssel Erlebnis: Auf höhren Schwierigkeit ohne Waffen durchzuspielen für ein paar Trophäen kriegen.