Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin – im Test (Switch)

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Netterweise kämpft Ihr nie alleine: Zum einen habt Ihr ein paar hilfreiche Monster dabei, von denen Euch eines stets zur Seite steht. Zum anderen sind auch oft Mitstreiter an Eurer Seite, die ihr eigenes Ding durchziehen. Besiegte Gegner hinterlassen massig Rohstoffe und natürlich auch Erfahrungspunkte. Letztere steigern Euren Level und den Eurer Monster, die Rohstoffe tragt Ihr zum hiesigen Schmied und lasst neue Rüstungen und Waffen bauen oder aufwerten. Hättet Ihr dagegen ein bestimmtes Monster gerne in Eurer Gruppe, wird es etwas kniffliger. Bewerft einen Gegner mit einem Farbball und hofft darauf, dass er aus dem Kampf türmt. Jetzt könnt Ihr ihn in seinen auf der Karte markierten Bau verfolgen und versuchen, dort ein Ei zu klauen. Euer katzenartiger Begleiter Navirou gibt für jedes Ei seine Qualitätseinschätzung ab, die Muster verraten Kennern, was für eine Art von Monster sich darin befindet. Schon bald macht Ihr gezielt Jagd auf besonders gute Eier: Ein Monster ist nicht einfach nur ein Monster, gute Eier verleihen Euren Helfern ordentlich Werteboni und gute Erbanlagen.

Hier kommt eine weitere zentrale Mechanik ins Spiel: Nach ein paar Runden dürft Ihr urzeitliche Genetik betreiben und die Qualitäten von einem Monster auf ein anderes übertragen – vorausgesetzt, das Empfängermonster hat noch freie Gen-Slots. Außerdem könnt Ihr pro Monster nur ein Gen übertragen, danach zieht es seiner Wege. Gerade dieses System ist ein Traum für Tüftler und Optimierer. Überhaupt sind die Monster ebenso der Schlüssel zum Erfolg wie zum Spielspaß: Jede Begegnung mit einer ­neuen Kreatur ist spannend, da sie den Zugang zu neuen Rüstungen, Waffen, einem neuen Mitstreiter und noch dazu einem Reittier mit ­individuellen Fähigkeiten eröffnet: Nur wenn Ihr das passende Mons­ter dabei habt, könnt Ihr Steine wegräumen, tiefe Wasserläufe durchqueren, Ranken erklimmen oder im Erdreich buddeln.

Wie schon Monster Hunter Rise setzt auch Monster ­Hunter ­Stories 2 auf Capcoms eigene RE Engine, geht grafisch aber ganz andere Wege: Das neue Rollenspiel neigt eher in die Anime-Richtung und erinnert mit satten Wiesen, kräftigen Farben und Figuren mit ausdrucksstarker Mimik an Spiele wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Die Switch stößt dabei aber oft an ihre Grenzen: In manchem Dorf und in vielen der weitläufigen Außenareale pendelt sich die Bildrate unterhalb der 30er-Marke ein und es kommt auch mal vor, dass sich Gras sichtbar vor Euren Augen aufbaut – die stabile Leistung von Rise wird hier leider nicht erreicht. Das ist schade, auch wenn Monster Hunter Stories 2 als rundenbasiertes Rollenspiel nicht auf schnelle Reaktionszeiten setzen muss. Aber vielleicht schafft ja der ein oder andere Patch noch Abhilfe.

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