Morbid: The Lords of Ire – im Test (PS5)

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Als namenlose Kriegerin mit weißer MĂ€hne nehmt Ihr Euch der Aufgabe an, die Welt von fĂŒnf fiesen Akolythen zu befreien. Viel mehr ErklĂ€rung gibt und bedarf es eingangs auch nicht, damit Ihr losziehen und diverse SchauplĂ€tze von allerhand dĂ€monischen Schergen sĂ€ubern dĂŒrft. Zum Auftakt lediglich mit einer einfachen Klinge versorgt, fĂŒhlen sich ”Souls”-Veteranen im Gefecht schnell pudelwohl. Ihr nutzt die rechten Schultertasten fĂŒr leichte und schwere Hiebe, blockt mit der linken Schulter­taste und setzt optional zur Parade an. NatĂŒrlich springt Ihr wahlweise auch auf Knopfdruck in Sicherheit und versorgt Eure Wunden mit Heilmitteln, die wie besiegte Feinde nach einem Gebet am entsprechenden Lagerfeuer-Pendant wieder aufgefrischt werden. Hier und da legt Ihr nĂŒtzliche AbkĂŒrzungen auf dem linearen Weg frei und arbeitet Euch so StĂŒck fĂŒr StĂŒck zum Bossgegner des jeweiligen Gebiets vor. Morbid macht kein Geheimnis daraus, in hohem Maße von den Genre-Pionieren aus dem Hause FromSoftware inspiriert zu sein. Manch einen Schauplatz und diverse Gegnertypen könnte man gar als schamlos kopierte Budget-Version der großen Vorbilder bezeichnen, das haben andere schon subtiler verpackt.

Es gibt aber auch eine Handvoll spannender eigener Ideen und Systeme: Mit jedem besiegten Feind wĂ€chst etwa ein Bonus-Multiplikator, der verdiente Erfahrungspunkte erhöht, solange Ihr nicht das Zeitliche segnet. Die investiert Ihr nicht in Stufenaufstiege, sondern in Segen fĂŒr unterschiedliche Boni wie erhöhte Gesundheit und schnelle Ausdauer-Regeneration. Eure Waffen schmĂŒckt Ihr mit Runen, die sich auf ihre Werte auswirken, oder Ihr bindet sie permanent, um so die Sockel fĂŒr neue Runen frei machen. Und dann wĂ€re da noch Eure geistige Gesundheit, die gen Erleuchtung oder Wahnsinn tendiert, je nachdem, wie Ihr Euch im Kampf anstellt. Erleuchtet verbraucht Ihr weniger ­Ausdauer und erfreut Euch an erhöhter ­Erfahrung. Wahnsinn lĂ€sst Euch hingegen auf Geister besiegter Feinde treffen, macht Euch dafĂŒr aber auch krĂ€ftiger. Diese Mechaniken greifen stimmig ineinander und verleihen Morbid bei ­aller Ähnlichkeit zu den beliebten Genre­grĂ¶ĂŸen zumindest eine ­eigene Note.

Außerdem spielt es sich erfreulich flott und direkt, nach kurzer Eingewöhnungszeit nehmt Ihr es souverĂ€n mit großen ­Feindgruppen auf, die auf Anhieb erst mal unbezwingbar anmuten. Das lĂ€sst dann auch die betagte Technik verschmerzen, die sich irgendwo auf PS3- und Xbox-360-Niveau bewegt.

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joia
12. August 2024 9:43

– du optimist! 😉

Spacemoonkey
11. August 2024 14:05

kurz in die ps5 demo reingespielt. wĂŒrde sagen es sieht aus wie ein ps3 spiel welches fĂŒr ps4 remastert wurde

Bort1978
9. August 2024 20:02

Ich meinte Dying Light 2, bezogen auf den Kommentar von Joia. 😉

Durandal
9. August 2024 20:00

Fand Teil 1 auch sehr gut, Story und Bosse haben mich da super reingezogen. Allerdings habe ich das gespielt weil es ein 2D-Soulslike war, deswegen hier keinen Bock beim 2.
Mit rundum verbesserter snes-like Grafik wĂ€r’s ein Fest gewesen fĂŒr mich.

Bort1978
9. August 2024 15:55

Teil 1 habe ich damals direkt zum Release gespielt. War in dem Jahr sogar mein GotY. Teil 2 finde ich auch richtig Klasse. Bin jetzt schon ĂŒber 60h dran und nĂ€here mich so langsam zumindest dem Story-Ende. Aber abseits der Hauptstory gibt es noch jede Menge zu tun. Die Haupt- und Nebenmissionen unterhalten mich bestens. Teilweise mega spannend erzĂ€hlt. Und bei den Kletterpassagen hoch auf die TĂŒrme bekomme ich schweißnasse Pfoten. đŸ€Ș

joia
9. August 2024 7:32

@bort – dying light 2 – hat mir unheimlich viel spass gemacht, hab mir dann vor kurzem noch das 1er im sale ergattert in der definitive edition. sind wie bruder und schwester – eigentlich gleich gut und jedes fĂŒr sich eine nummer. wobei mir das 2er mit seinen hochhausnummern und den hĂ€userparkours noch einen ticken mehr an “need for speed” und aktion gegeben hat.

Bort1978
8. August 2024 16:50

Hab es mir neulich im Sale geholt und bin schon gespannt. 😊 Aber erstmal Dying Light 2 weiter suchten und danach hoffentlich Black Myth.

joia
8. August 2024 14:59

habs ja schon gelesen, aber hier kann ich antworten – finde die kritik sehr, sehr passend und inhaltlich fast vollkommen richtig – der einzige punkt ist der vergleich mit der ps3/xbox360-optik – das hinkt nicht nur, das stimmt einfach nicht und ich besitze die konsolen und spiele dazu und nutze die immer noch. insofern glaube ich behaupten zu dĂŒrfen, dass der vergleich leider echt nicht passt.

wĂŒrde es heißen, morbid wirkt wie ein spiel der mittleren ps4 oder one-Ă€ra, ja, aber so eine optik wirst du auf 360 oder der 3er nicht finden. nicht von der kantenglĂ€ttung her, nicht von der zeichentiefe und von der texturschĂ€rfe (ja, die gibt es tatsĂ€chlich) und das teil rennt in 60fps von anfang bis ende und es gibt sogar – ja, stellenweise – texturen, die durchaus fast und beinahe gegenwartsreif sind.
ohne ĂŒbertreibung!
😉

mir hat es jedenfalls spaß gemacht, das ng+ lĂ€sst einen das spiel dann nochmals weiter individualisieren (inklusive schwierigkeitsgrad) und gut is.

entao, ate mais!