Mortal Kombat: Shaolin Monks – im Klassik-Test (PS2 / Xbox)

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Meinung

Matthias Schmid meint: Ich geh’ ins Kloster …aber nur wenn ich danach wie Lung Lao Dutzenden Monstern den Schädel weichkloppen kann. Seit langem hatte ich nicht mehr einen solch unkomplizierten Prügelspaß: Dank abwechslungsreichem Kampfsystem wird die Keilerei nie langweilig, gewitzte Juggle-Combos und leicht auszuführende Specials runden das flotte Spiel­erlebnis ab. Geschickt wurden auch die altbekannten ‘Test Your Might‘-Einlagen bei Schalterrätseln oder Bosskämpfen eingebunden. Über den vor allem in den Zwischensequenzen allgegenwärtigen Trash-Faktor und die nicht immer runden Animationen trösten mich die dynamischen Endkämpfe hinweg – sich bis aufs Blut in klassischen MK-Arenen mit legendären Haudegen wie Baraka oder Sub-Zero zu duellieren, ist unbezahlbar. Trotz der genannten Schnittauflagen geht’s auch bei uns rüde zu, definitiv nichts für Kinderhände. Wer befürchtet, dass die Schlägerei auf Dauer langweilt, dem sei Folgendes ans Herz gelegt: Mit etwa sechs bis acht Stunden fällt Shaolin Monks zwar nicht lang aus, zieht jedoch den Schlussstrich, bevor Tristesse aufkommt – daran ändert auch die nutzlose Karte nichts.

Raphael Fiore meint: Herr Ober, da ist ein Dämonenkopf in meiner Blutsuppe: Die Mortal Kombat-Macher bleiben ihrer Linie treu und servieren Euch ein Abenteuer mit reichlich makabren Szenen voll rotem Lebenselixir. Als Gourmet stößt mir in der deutschen Version der inkonsequente schwarze ­Fatality-Bildschirm sauer auf. Auch blasse Hintergründe und technisch dürftige Zwischensequenzen trüben das düstere Gemetzel. Doch all ­die­se Punkte hindern mich nicht daran, den hochgradig gelungenen Genre-Wechsel immer wieder auf der Xbox (technisch besser) zu zocken. Das einsteigerfreundliche Kampfsystem, prima Hüpfsequenzen und insbesondere der motivierende, spielerisch superbe Zweispieler-Modus (mit einer gemeinsamen Energieleiste) verdienen das Prädikat ‘Extraklasse’.

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Rudi Ratlos
22. Mai 2023 10:00

Seinerzeit mit nem Kumpel auf der Xbox durchgezogen. Das war schon launig – keine Ahnung, warum der Ansatz dann nicht für potentielle Fortsetzungen weiter genutzt wurde.

Amigajoker
19. Mai 2023 19:13

War seinerzeit ein klasse Couch-Coop-Titel, zumindest die Uncut. Aber viel weiß ich sonst allerdings nicht mehr

Nipponichi
18. Mai 2023 15:20

Das Spiel war technisch nicht unbedingt das Säuberste, aber hatte mir zumindest enorm viel Spaß gemacht. Ich habe für die PS2 zuhause sogar noch die US-Version, die auch die Arcade-Version von Mortal Kombat II beinhaltet.

Mal so eine Sammlung mit allen bisherigen Mortal Kombat-Teilen bis zur PS3-Ära wäre mal cool, inklusive der Nebenspiele wie Mythologies oder eben Shaolin Monks.