
Meinung
Matthias Schmid meint: Nachdem ich den ersten Brechreiz ob der ätzenden Story-Charaktere überwunden hatte, zog mich die Apokalypse in ihren Bann. Dass ich beim Anblick der digitalen Verwüstung angesichts der aktuellen Bilder aus Japan mehrfach einen Kloß im Hals hatte, dürfen die Entwickler ruhig als Kompliment verstehen. Die Kombination aus bestialischem Tempo und gescripteten Ereignissen macht die immer schon actiongeladenen Rennen noch fetziger. Dumm nur, dass ich zu häufig in Chaos-Unfälle verwickelt werde und an unzähligen Kanten hängen bleibe bzw. zerschelle – so wird das Gewinnen oft zur Glückssache. Ein Lob verdient die superflüssige Optik und der Splitscreen-Modus für vier Raser. Trotzdem ist Apocalypse das schwächste der drei ’großen’ MotorStorms – ich vermisse die beinharten Duelle und Riesensprünge des Erstlings!
Ulrich Steppberger meint: Langsam, aber sicher läuft das MotorStorm-Konzept Gefahr, gewöhnlich zu werden. Zu viel Routine lässt den frischen Offroad-Wind vom ersten Teil zum lauen Lüftchen verkommen. Das neue Szenario ist weder originell noch sonderlich spektakulär: Selbst wenn alles um Euer Vehikel herum zusammenbricht, wirkt die Szenerie oft seltsam unbelebt – das ähnlich gelagerte Split/Second hatte da mehr Wumms. Zudem raubt das Streckenkorsett eine der großen Stärken in Form von weitläufigen Umgebungen. Aber Apocalypse macht auch vieles richtig: Die Karriere wartet mit abwechslungsreichen Rennen auf (ein Überspringen der ersten, zu simplen Schwierigkeitsklassen ist leider nicht möglich), die Fahrzeugtypen spielen sich spürbar unterschiedlich und für Online-Rasereien versprechen die Entwickler jede Menge Nachschub.










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