MXGP 2 – im Test (PS4/XOne)

0
538
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:,
Erhältlich für:,
USK:
Erschienen in:

Das geht ja gut los: Die ersten Fahrversuche in MXGP 2 gestalten sich buchstäblich holprig. Wir geraten in Kurven zu sehr in Schräglage, das Hinterrad rutscht weg. Oder unterschätzen schon in der ersten Kehre den Bremsweg und brettern munter in den Fahrerpulk. Schließlich endet jeder zweite Sprung abseits der Strecke – und mit einem zeitintensiven Rücksetzen. Gerade an diesem Punkt ist MXGP 2 sehr pingelig: Wenn Ihr nur ein, zwei Meter von der Piste abweicht, beamt Euch das Spiel postwendend auf selbige zurück – da hätte sich ein wenig Großzügigkeit positiv auf den Spielfluss ausgeübt. Zumal die hampeligen Sturzanimationen nicht das Glanzstück des Spiel sind.

Nach einigen Trainingsrunden (z.B. auf der coolen Teststrecke) ist das Bild ein ganz anderes: Wir haben’s gelernt, nehmen beim Herausbeschleunigen aus Steilkurven Tempo mit, landen schön mit beiden Rädern parallel zum Untergrund (und jetzt auch auf der Strecke) oder bremsen uns in Spitzkehren rassig am Gegner vorbei – die spannenden Rad-an-Rad-Duelle beginnen schon im hinteren Mittelfeld.

Im Karriere-Modus wetteifern wir (in nüchternen Menüs) um die Gunst von Teams oder Sponsoren und bestreiten auf Wunsch ganze Rennwochenenden – der Sinn eines Qualifyings leuchtet aber nicht ein, wenn Ihr beim Start locker 15 Plätze gutmachen könnt.

Abseits der Karriere gibt es freie Rennen oder ganze Weltmeisterschaften in den zwei Klassen MXGP und MX2. Auch wenn sie nur wenigen Gamern bekannt sein dürften – die Originalfahrer der Motocross-Saison 2015 sind dabei. Genauso wie die Bike-Hersteller (von KTM bis Yamaha) und Ausstatter – mit erspielter Kohle kauft Ihr zig Helme, Brillen oder Stiefel. Ebenfalls an Bord sind die Wettbewerbe des ”Monster Energy FIM Motocross of Nations” und (noch besser) 18 echte Rennsituationen der 2015er-Saison: Kämpft Euch z.B. mit Antonio Cairoli nach einem Sturz in Thailand noch auf Platz 5 vor. Ganz anders wiederum fahren sich die Stadionkurse mit Waschbrettern und vielen Jumps.

Gelegenheitsraser nutzen gekoppelte Bremsen, die Rückspulfunktion und Videotutorials Profis stellen die Fahrphysik auf ”realistisch” und feilen an Radaufhängung, Federung &amp Co.

Matthias Schmid meint: MXGP 2 ist kein Adrenalin-Monster, schließlich stammt es von den Rennspiel-Fließbandarbeitern Milestone. Doch wird der Reiz, die Dramatik und das Drumherum des Sports gut eingefangen, auch dank allgegenwärtigem Energydrink-Sponsoring und natürlich Original-Piloten, Bike-Marken und Fahrer-Equipment. Die Rennen sind reich an Überholmanövern und Aufholjagden, die Kurse sehr mannigfaltig. Wer auf Motocross steht, bekommt mit Karriere-Modus, echten Rennsituationen der letzten Saison und Stadionpisten Futter für Wochen. Technisch geht das Spiel (auf PS4) in Ordnung, die langen Ladezeiten sind aber nervig – gut ist die fixe Neustart-Option. Während ich die Sturzlastigkeit bei Berührungen und Fahrfehlern genau richtig finde, fehlt mir beim Fliegen ein bisschen Feingefühl.

  • 18 Grand-Prix-Kurse, 1 zusätzl. MXON-Piste, 1 Teststrecke, 4 Stadion-Tracks
  • über 60 Original-Fahrer
  • Karriere-Modus mit Sponsoring &amp Co.
  • kein lokaler Splitscreen-Modus

Motocross-Sim mit dickem Lizenzpaket und gut justierbarem Realismusgrad – die Technik ist sauber und zweckmäßig, die Rennen sind packend.

Singleplayer75
Multiplayer
Grafik
Sound
0 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen