Need for Speed ProStreet – im Klassik-Test (PS2)

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Auf dem Weg zum Ziel müsst Ihr in vier Disziplinen bestehen. Am gewöhnlichsten sind die Grip-Rennen, bei denen es nur um Bestzeiten bzw. Platzierungen geht. Dabei sorgen einige Besonderheiten für frischen Wind: Im Kampf mit der Uhr seid Ihr z.B. trotzdem nicht alleine auf der Piste. Ihr müsst also nicht nur auf den Kurs aufpassen, sondern auch die anderen Vehikel berücksichtigen. Ähnlich geht es bei den Tempofahrten zu, nur dass hier auch mal die kombinierte Höchstgeschwindigkeit zählt und im Vollgasrausch Euer Auto am leichtesten zu Bruch geht. Nicht weniger knifflig sind die Driftläufe: Auf kurzen Streckenabschnitten dürft Ihr kaum Fehler machen, weil sonst nicht genug Punkte in die Wertung kommen. Zum Glück habt Ihr aber drei Versuche, um die meisten Zähler zu machen. Letzteres gilt auch für die Dragsprints, bei denen Ihr vor dem Start in einer kleinen Einlage Eure Reifen aufheizt dabei wird die eindrucksvolle Rauch- und Qualmdarstellung besonders gut in Szene gesetzt. Hierzu übrigens ein kleiner, aber wichtiger Tipp: Schafft Euch bald ein Fahrzeug mit Heckantrieb an, sonst sehr Ihr später kein Land mehr…

Das traditionelle Need for Speed-Prinzip wurde kräftig umgestülpt, die neue Ausrichtung funktioniert aber prima, wenn man sich drauf einlässt an Umfang, Abwechslung und Spieltiefe gibt’s nur wenig zu meckern. Der Umgebungsgrafik hätte zwar etwas mehr Pepp nicht geschadet und auch die obligatorischen Bildratenwackler bleiben nicht aus – so bleiben noch genug Optimierungsmöglichkeiten. Für den ersten Anlauf ist’s aber auf jeden Fall beachtlich, wobei sich das vor allem auf die Xbox-360-Fassung bezieht.

Auf der PS2 schlägt sich ProStreet zwar wacker, man merkt aber deutlich, dass das ambitionierte Konzept dort nur noch be- schränkt funktioniert. So flitzen auf der Sony-Konsole maximal vier Autos gleichzeitig (statt acht), die Online-Optionen sind komplett weggefallen. Außerdem wird der Schaden nicht optisch dargestellt und das Renngeschehen ruckelt spürbar mehr. Weitere Dinge, auf die PS2- Raser verzichten müssen: Beim immer noch unfangreichen Tuning mitsamt dem sich erstmals auf die Leistung auswirkenden Autosculpt wurde die visuelle Darstellung des Windkanals wegrationalisiert, die lebendige Präsentation der Veranstaltungsorte wich einigen Standbildern. Kurz gesagt: (Fast) Alles Relevante ist zwar auch noch auf der PS2 drin, aber teils deutlich abgespeckt wer kann, rast lieber mit Next-Gen-Technik.

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