Need for Speed Unbound – im Test (PS5 / Xbox Series X)

1
9778
Zurück
Nächste

Meinung

Ulrich Steppberger meint: Ich kann Steffens Einwände verstehen, auch mir gefallen einige Facetten von Unbound nicht – etwa das anfangs recht zähe Geldsammeln oder der Zwang, wirklich überall erst langwierig hinfahren zu müssen. Aber damit konnte ich mich mit zunehmendem Story-Fortschritt abfinden und zugleich an das etwas aggressive Driftverhalten der Vehikel gewöhnen. Dann überwiegen positivere Aspekte wie die endlich wieder mit 60 fps zeitgemäße Bildrate, ein insgesamt gelungenes Fahrgefühl und das für mein Empfinden weitgehend fair gestaltete Polizeiverhalten. Die Graffiti- und Anime-Optikspielereien finde ich gelungen und längst nicht so störend, wie anfangs befürchtet – so kann man schon eine Weile Vollgas geben.

Steffen Heller meint: Criterion hat bei mir wegen der Burnout-Serie und Need for Speed: Hot Pursuit (2010) einen Stein im Brett. Leider fehlt bei Unbound irgendeine interessante Idee, sodass ich zwar einen technisch sehr ordentlichen Arcade-­Raser bekomme, dem es jedoch an Persönlichkeit mangelt. Präsentation und Story sind glatt gebügelte Fremdscham wie eh und je. Es ist auch nicht spaßig, wenn ich nach fast jedem Rennen erst einmal erzwungen vor der Polizei flüchten muss. Der generelle Ablauf mag Geschmacksache sein, aber ich fühle mich beim Kalender-Aufbau wie bei einer Beschäftigungstherapie mit zufällig zugewürfelten Strecken, an die ich mich zwei Sekunden später eh nicht mehr erinnere, weil die Platzierung eine untergeordnete Rolle spielt und die Pisten trotz hübscher Optik selten Highlights bieten.

Zurück
Nächste
1 Kommentar
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
schweini
15. März 2023 10:29

Wir sehen uns im Sale – vielleicht. Was ich will ist Gold & Wahnsinn, so ein richtiges Burnout Revenge HD Remaster, das wärs.