NHL 12 – im Test (360)

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Im letztjährigen FIFA stellte Electronic Arts den Torwart in den Mittelpunkt, jetzt freuen sich auch Eishockey-Fans über mehr Aufmerksamkeit für den Mann mit der Maske. Die Torhüter in NHL 12 sind nun keine unüberwindbaren Kolosse mehr und können mit bulligen Feldspielern umgestoßen oder in Faustkämpfe verwickelt werden. Auch das Tor verrutscht nun schon mal, wenn das Opfer eines Zweikampfs in die Maschen fliegt. Apropos Zweikämpfe: Die sehen jetzt dank Full-Contact-Physik-Engine noch einen Tick realistischer aus als im letzten Jahr, der Unterschied zu NHL 11 fällt aber meist nur auf, wenn Ihr Euren Gegner über die Bande oder durch die Glaswände checkt.

Wem die normale Hallenatmosphäre zu langweilig wird, der erlebt im neuen NHL gleich zu Beginn eine Überraschung, denn noch vor dem Hauptmenü wirft Euch das Spiel in die Winter-Classic-Partie zwischen den Penguins und den Capitals, die unter freiem Himmel (inklusive Schneetreiben) auf dem Heinz Field in Pittsburgh stattfindet. Als Enttäuschung entpuppt sich der neue Legenden-Modus, in dem Ihr die Karriere von Wayne Gretzky und anderen ehemaligen Stars nachspielt. Im Prinzip handelt es sich dabei um die gewohnte ’Be a Pro’-Spielvariante – nur habt Ihr bessere Werte als normalsterbliche Spieler. Die verschiedenen Berühmtheiten spielt Ihr durch Euren Fortschritt im normalen Karriere-Modus frei. Wie man so etwas besser macht, zeigte NBA 2k11 mit der spielbaren Laufbahn von Michael Jordan. Alles in allem bringt NHL 12 keine bahnbrechenden Neuerungen, ist aber noch ein wenig runder als der ohnehin exzellente Vorgänger.

+ verbesserte KI
+ Torhüter können gecheckt und provoziert werden
+ Winter Classic
+ der Puck gleitet realistischer über das Eis

– neue Physik unterscheidet sich kaum vom Vorgänger
– Kader teilweise alt

Tobias Kujawa meint: NHL 11 begeisterte mich mit dem Ultimate-Team-Modus und realistischer Physik, in diesem Jahr servieren die Entwickler nur Detailverbesserungen, die mir trotzdem ein Lächeln entlocken. Die gegnerische KI spielt variabler, meine Teamkameraden schalten sich gut ins Angriffsspiel ein und der Puck schlittert nun realitätsnah übers Eis. Als Freund von harten Bodychecks freue ich mich, dass diese Aktionen jetzt noch besser aussehen und ich mich endlich an den Goalies rächen kann, die mit Verzweiflungstaten sicher geglaubte Tore verhindern.

EA hat in diesem Jahr kaum neue Impulse für die fast perfekte Eishockey-Sim, poliert aber einige trübe Stellen.

Singleplayer89
Multiplayer
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