
| Spiel: | Pikmin 3 |
| Publisher: | Nintendo |
| Developer: | Nintendo |
| Genre: | Strategie |
| Getestet für: | Wii U |
| Erhältlich für: | Wii U |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: | 8 / 2013 |
Alarm im Weltall: Das Raumschiff Drake stürzt auf dem Planeten der Pikmin ab. Die Besatzung aus Captain Charlie, Alph und Brittany schleudert es aus ihrem Transportmittel quer über die Kontinente. Das ist nicht nur für sie fatal, befinden sie sich doch auf der heiklen Mission, ihren Heimatplaneten Koppai vor dem Hungertod zu retten.
In der Rolle dieser Serienneulinge macht Ihr Euch auf, Euren Auftrag zu Ende zu bringen. Abermals verantwortlich für die putzige Bildschirmtaktik ist Shigeru Miyamoto, der die Serie auf Wii U endlich fortführt für Wii erschienen nur Umsetzungen der beiden Vorgänger.
Bevor es richtig losgeht, solltet Ihr erst Eure vermissten Kollegen ausfindig machen. Zudem benötigt Ihr den Überlichtschlüssel, denn sonst gibt es vom Planeten der Pikmin kein Entkommen. Es wartet viel Arbeit auf Euch und angesichts der übergroßen Umgebung scheint die Lage aussichtslos. Büsche, Bäume und selbst Sandhaufen erscheinen als unüberwindliche Bauten. Kein Wunder, schließlich sind die Mini-Astronauten gerade einmal zwei Zentimeter groß.
Sind alle Mühen also umsonst? Nicht ganz, denn bereitwillig eilen die Bewohner des Planeten zu Hilfe. Die kleinen Wuseltierchen namens Pikmin sind kaum stärker als Ihr, doch in der Gruppe werden sie zu mächtigen Instrumenten.
Die roten Pikmin erweisen sich nicht nur als feuerresistent, sondern auch als sehr gute Kämpfer gegen allerlei Insekten. Gelbe Männchen sind immun gegen Stromschläge, zudem sind sie elektrisch leitfähig und schließen offene Stromkreise. Gleichzeitig beweisen sie ihr Leichtgewicht und können höher geworfen werden als andere Spezies. Die blauen Wichtel sind dagegen als einzige unter Wasser überlebensfähig. Diese drei Standardarten kennt man bereits von den Vorgängern. Teil 3 packt noch zwei Neulinge ins Aufgebot: Die kantigen Fels-Pikmin sind die Schwergewichte für harte Hindernisse sowie Gegner mit dicker Schale. Die Flügel-Pikmin bilden hingegen die kleinste Art: Diese Flattermänner schweben über dem Boden und können auch übers Wasser dirigiert werden. Zudem sind sie vor Bodengegnern sicher und transportieren allerlei Dinge per Luftweg. All diese Pikmin-Fähigkeiten benötigt Ihr im Laufe des Abenteuers früher oder später. Simple Sandbarrieren können z.B. mit jeder Pikmin-Art eingerissen werden. Doch um Kristallmauern zu brechen, benötigt Ihr die Fels-Männchen, bei Bambus-Gittern dagegen die Flügel-Pikmin. Denn Letztere heben das Hindernis einfach an, damit ihre Artgenossen darunter hindurchschlüpfen.
Die Pikmin kommandiert Ihr wie in den vorigen Teilen: Per virtueller Trillerpfeife kreist Ihr die Männchen ein, die Euch folgen sollen. Mittels A-Knopf werft Ihr sie zu ihrem Arbeitsplatz. Was sie dort tun, kommt auf die Situation an: Landen sie beispielsweise an einem Scherbenhaufen, versuchen sie daraus eine Brücke zu bauen. Auf Gegner geworfen, bekämpfen die Pikmin den Feind ohne Rücksicht auf Verluste. Pfeift sie rechtzeitig zurück, bevor der Gegner seinerseits zum Angriff ausholt. Maximal 100 Pikmin tummeln sich gleichzeitig auf dem Feld. Gerade im späteren Spielverlauf habt Ihr die Qual der Wahl, welche der fünf Arten Ihr auf die nächste Tour mitnehmt. Die Pikmin können sich auch weiterentwickeln, wenn sie sich ausruhen oder süße Nektartropfen schlürfen. Statt eines Blatts sitzt auf ihrem Kopf dann eine Knospe und schließlich eine Blume. Ein Hinweis darauf, dass sie nun schneller und kräftiger sind.
Wie bisher geben Zahlen auf mobilen Objekten an, wie viele Pikmin zum Transport nötig sind: Eine Blume benötigt vielleicht nur einen einzelnen, ein erlegter Käfer schon zehn, ein Raumschiffteil 20 und mehr. So oder so schleppen die kleinen Racker ihre Beute automatisch zur Basis sprich: ihrer Zwiebel , wo sie umgehend verarbeitet wird. Das Ergebnis sind Samenkerne, die rund um die Zwiebel zu neuen Pikmin sprießen und nur noch aus dem Boden gepflückt werden müssen.
Nach kurzer Spielzeit trefft Ihr nicht nur auf verschiedene Pikmin-Arten, sondern auch auf Eure vermissten Kameraden. Dank Arbeitsteilung kann jeder der drei Anführer seine eigenen Pikmin kommandieren, zwischen deren Gruppen Ihr beliebig hin- und herschaltet. Auf dem GamePad-Bildschirm gebt Ihr außerdem Zielorte an, die diese automatisch ansteuern sollen. So gesehen eignet sich Pikmin 3 für jeden Spielertyp: Einsteiger gehen es gemächlich an und erledigen einen Schritt nach dem anderen. Pikmin-Kenner dagegen beweisen Multitasking-Fähigkeiten und bedienen mehrere Baustellen gleichzeitig. Letztere gelangen auch schneller durchs Spiel.
Zwar besitzt Pikmin 3 im Gegensatz zu Teil 1 kein 30-tägiges Limit, doch jeder Spieltag dauert nur etwa eine Viertelstunde Echtzeit. Daher gilt es, ausgiebige Touren vorher zu planen. Spätestens zum zehnsekündigen Countdown vor Sonnenuntergang solltet Ihr wieder alle Pikmin bei ihrem Anführer oder in ihrer Zwiebelbasis versammeln. Denn umherstreunende Männchen sind verloren, wenn nächtens gefräßiges Getier aktiv wird. Solltet Ihr dennoch scheitern, springt Ihr per Logbuch zu jedem vergangenen Tag zurück und startet von dort aus neu.
Auch der verbleibende Früchtevorrat gibt Euch Ansporn, die Tage nicht zu verplempern, denn gesammeltes Obst bildet die einzige Nahrungsquelle der gestrandeten Raumfahrer. Jedes Stück von Zitronen über Trauben bis Mangos wird in nahrhaften Saft umgewandelt und vertilgt. Daneben findet Ihr Bonusausrüstung oder Apparate wie ein Funkgerät, um die Reichweite und damit das Einsatzgebiet zu erweitern. Nicht zuletzt stoßt Ihr auf Hinweise und Tagebucheinträge eines alten Bekannten nämlich Captain Olimar. Wie dieser in Teil 3 verstrickt ist, wird aber nicht verraten.
Grafisch überzeugt Pikmin 3 bei den Expeditionen mit 1080p-Auflösung und lebendiger Naturidylle. Nettes Optikdetail: Sonnenschein (samt hübschem Schattenwurf) wechselt sich mit Regentagen ab. Neben Gras- und Waldgebieten besucht Ihr auch schneebedeckte Areale. Alle vier Hauptszenarien sind verschachtelt angelegt und erfordern Einfallsreichtum, um alle Ecken und Geheimnisse zu entdecken.
Früchte, Objekte und Hinweise werden oft von dickeren Zwischengegnern bewacht. Ein gepanzerter Krebs gibt seinen Schwachpunkt (den Bauch) z.B. nur preis, wenn Ihr Flug-Pikmin auf seine hervorstehenden Glubschaugen hetzt. Erst dann rollt er sich auf den Rücken und wird zum leichten Ziel. Vor allem Bosskämpfe fallen anspruchsvoller als in den Vorgängern aus: Eine Monster-Motte nutzt beispielsweise die Dunkelheit ihrer Höhle, um sich zu verstecken. Doch sobald Ihr eine Stromleitung mit leitfähigen gelben Pikmin repariert, erleuchtet eine angeschlossene Glühbirne die Umgebung. Dann bewerft Ihr das umherfliegende Vieh mit Pikmin, bis es auf den Boden stürzt gebt ihm dort den Rest. Notfalls greift Ihr zur Ausweichpfeife, mit der alle Pikmin simultan zur Seite wegrollen, um Angriffen zu entkommen. Gleichzeitig setzt Ihr das Motivierspray ein, das die kleinen Racker für einige Sekunden extrem stark und angriffslustig macht. Auch während der Endgegnerkämpfe drängt das tägliche Zeitlimit, was die Entwickler aber gut gelöst haben: Denn die Obermotz-Duelle dürft Ihr auch auf mehrere Tage aufteilen. Das gibt Euch Gelegenheit zur Erholung und zum Züchten von Verstärkung, bevor Ihr erneut in den Kampf zieht.
Neben der Einzelspieler-Kampagne erwarten Pikmin-Liebhaber auch Einzelmissionen in drei Kategorien. Hier geht es darum, eine bestimmte Zahl an Schätzen zu sammeln, Kreaturen zu erledigen und Bossgegner zu besiegen. Wahlweise tretet Ihr auch zu zweit am vertikal geteilten Bildschirm an. Schließlich messt Ihr Euch beim Bingoduell: In diesem Wettstreit bringt Ihr passende Beute zur eigenen Zwiebel, um Euren Bingoplan waagerecht, senkrecht oder diagonal zu vervollständigen. Nett, aber nicht mehr als eine spaßige Dreingabe. Ebenso schade, dass es keine Online-Modi oder eine kooperative Kampagne gibt.
Die Bedienung mit dem GamePad oder Pro Controller funktioniert gut, allerdings steuert sich Pikmin 3 mit Wii-Fernbedienung samt Nunchuk besser: Dank direkter Zeigefunktion werft Ihr die Pikmin zielgenauer, was gerade bei Bosskämpfen Nerven spart. Nachteil der Remote ist, dass Ihr die Kamera nicht beliebig drehen könnt, sondern nur hinter Euch zentriert. Alternativ spielt Ihr auf dem Bildschirm des GamePad ganz ohne TV.
Thomas Stuchlik meint: Wieder einmal gelingt Pikmin der Kunstgriff aus zuckersüßer Präsentation und taktischer Spieltiefe. Denn Shigeru Miyamotos Spielekunstwerk erweckt nicht nur einen exotischen Planeten mit viel Charme zum Leben, sondern fordert gleichzeitig Können. Noch nie waren die Pikmin mit so vielschichtigen Aufgaben gefordert immer wieder benötigt Ihr Kampfstärke, Teamarbeit und Einfallsreichtum, um an Früchte zu gelangen. Gleichzeitig ist die simple Bedienung in Minuten verinnerlicht, vor allem mit der Wii-Fernbedienung. Sprich: Anfänger kommen ebenso schnell zurecht wie alte Hasen. Die Arbeitsteilung mit den verschiedenen Anführern verlangt außerdem nach einem organisatorischen Händchen. Deutlich mehr Geschick als in den Vorgängern erfordern auch die ausufernden Bosskämpfe sowie der Missions-Modus, in dem Ihr auf Punktejagd geht. Gleichzeitig gewinnen die Pikmin schnell Euer Herz, und zwar so sehr, dass Ihr die kleinen Racker weder sterben noch zurücklassen wollt: Dies gelingt wohl keinem anderen Echtzeit-Strategiespiel. Letztlich ist Pikmin 3 der beste Serienteil, der Spielspaß groß-, Innovation aber kleinschreibt. Nichtsdestotrotz ein Muss für Wii-U-Besitzer!
- 3 bekannte und 2 neue Pikmin-Arten mit dabei
- 4 große Spielgebiete
- 3 Anführer teilen sich die Arbeit
- fordernde Bosskämpfe
Bedienung, Einsteigerfreundlichkeit und Spieltiefe der Echtzeit-Strategie begeistern die Pikmin spielen routiniert ihren Charme aus.
| Singleplayer | ![]() | 90 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |












In Sammlung? Habe ich.Zocken? Wenn ich Zeit habe.
Ein wunder wunder schönes Spiel, mit soviel Liebe zum Detail. Ich bin mit Teil 1+2 nicht wirklich warm geworden. Habe mir Teil 3 geholt um es einfach noch mal zu Testen. Fazit eines der wenigen Spiele die einen sofort in seinen Bann ziehen, nicht wegen der Grafik alleine sondern wegen des Gesamtpaketes, Steuerung, Grafik, Levelaufbau,….
Es gibt insgesamt 5 Pikmin-Arten, zwei davon sind neu.Ich habe zum durchspielen mit allen Früchten 18 Stunden gebraucht.Das Spiel ist klasse und meiner Meinung nach der beste Teil!
Freu mich richtig drauf das Game zu zocken. Mich hat die Lust dazu so gepackt, dass ich erstmal die Vorgänger angehen wollte. Teil 1 hab ich beendet und bei Teil 2 dauerts nicht mehr allzu lang bis ich alle Schätze ergattert habe. Ich bin richtig froh, die Spiele (auf der Wii, als New Play Control) nachgeholt zu haben, da sie so dermaßen viel Spaß machen, liebevoll gemacht sind und sich erfrischend unverbraucht anfühlen.
Okey wusst Ich jetzt nicht 🙂
[quote=Dragons Dogma]
Bin auch ziemlich überrascht mit den anderen beiden Teilen konnte Ich auch nicht viel anfangen aber der 3 teil ist sehr schön und ist mal eine gute Abwechslung, auch das mit dem Sterben und zurücklassen der Pikmin stimmt, bin meisten frustriert (T-T).
Achtung Spoiler
So wie ich das sehe gibt es ja 4 neue pikmin ? Sorten, habe zwar noch nicht alle gesehen aber auf der Hülle sieht man da ein Weisses Pikmin Schnell un Lila Sehr Stark neben dem Flugähig und Steinart Pikmin .
[/quote]Also weiß und Lila gab es schon in Teil zwei….mit ihren netten Spezialfähigkeiten…
Bin auch ziemlich überrascht mit den anderen beiden Teilen konnte Ich auch nicht viel anfangen aber der 3 teil ist sehr schön und ist mal eine gute Abwechslung, auch das mit dem Sterben und zurücklassen der Pikmin stimmt, bin meisten frustriert (T-T).Achtung Spoiler So wie ich das sehe gibt es ja 4 neue pikmin ? Sorten, habe zwar noch nicht alle gesehen aber auf der Hülle sieht man da ein Weisses Pikmin Schnell un Lila Sehr Stark neben dem Flugähig und Steinart Pikmin .
klasse spiel und pikmin profitiert unglaublich von der HD-optik! sieht einfach klasse aus. einzig das zeitfeature ist noch immer nicht meins. hätte lieber mehr zeit zum erkunden und “”die welt angucken””. aber ist ja von anfang an dabei und dank den wiederholbaren tagen und den “”gespeicherten endgegnerkämpfen”” etwas entschärft. *PFLICHTKAUF*
So jetzt fuxt es mich langsam… sollte Pikmin 3 mein erstes sein und wenn es mir gefällt,dann kann ich gleich noch 2 weitere zocken… :o)Seit wann habe ich ne weisse U….!?ach so Fuhhhh…. Hüstel, hüstel… Hatschi…
[quote=Kamek]
Genau meine Meinung. Könnte allerdings gerne etwas länger sein.
[/quote]Bist du etwa schon durchgerusht ? wau …XD bei mir wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen….
Ich muss mir jetzt endlich ne Wii U kaufen! Pikimin ist der HAMMER!
[quote=Kamek]
Genau meine Meinung. Könnte allerdings gerne etwas länger sein.
[/quote]hmm, wie lange dauert es denn ungefähr?
Wenn Nintendo die Qualität bei den anderen Titeln so halten kann wird das eine verflucht teure zeit für mich
Wird mein ganz persönlicher Systemseller. Dafür werde ich mir eine WiiU zulegen 🙂
Ich kann den Test, nach eingängigen selbstzocken, nur zustimmen. Bestes Pikmin bisher und Teilweise auch ( vorallem im Missionsmodus) eine echte Herausforderung.https://www.youtube.com/watch?v=GOKcBql-GmM&feature=c4-overview&list=UUH0dszhZE7_VnN80-4b94Pw