Pikmin 4 – im Test (Switch)

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Während Ihr die Oberfläche erforscht, tickt beständig die Uhr: Pikmin, die nach Sonnenuntergang noch aktiv sind, fallen schnell bissigem Getier zum Opfer. Sorgt also dafür, dass am Ende des Tages die ganze Truppe wieder bei Eurer Basis ist. Dennoch gibt es dieses Mal auch Nachtausflüge: Hier kommen die neuen Leucht-Pikmin zum Einsatz – mit denen gilt es, anstürmende Gegnerhorden aufzuhalten und so ihre Basis zu schützen. Ebenso erkundet Ihr wieder den Untergrund: Über zahlreiche Zugänge erreicht Ihr ausgedehnte Höhlen­systeme voller Gefahren, aber auch voller nützlicher und wichtiger Entdeckungen. Die sind oft ein gutes Stück vertrackter als die oberirdischen Areale, dafür habt Ihr hier aber auch weniger Stress, vergeht die Zeit im Untergrund doch dramatisch langsamer als an der Oberfläche. Das ist gut, denn knifflige Rätsel und Widrigkeiten wie Lava, Förderbänder und Schalterrätsel sorgen hier schon mal für rauchende Köpfe. Zudem verzichtet Nintendo erneut auf ein übergreifendes Zeitlimit – Euer Abenteuer dauert eben so lange, wie es dauert. Auch Mehrspieler-Optionen sind an Bord, allerdings fallen die im Vergleich zum direkten Vorgänger eher eingeschränkt aus. Anstatt eine eigene Figur mit eigenen Pikmin zu steuern, übernimmt der zweite Spieler lediglich ein Fadenkreuz und kann so Gegner und Gegenstände mit kleinen Kieseln oder anderen Gegenständen bewerfen. In den Dandori-Matches tretet Ihr derweil gegen einen anderen Spieler an oder messt Euch als Team mit der KI. Und noch eine nützliche Funktion ist dabei: Habt Ihr einen schlimmen Fehler gemacht, könnt Ihr die Zeit zurückspulen – das ist gerade in Situationen, in denen Ihr viele Pikmin verloren habt, sehr hilfreich.

Nachdem im 2D-Hüpfer Yoshi’s Crafted World Studio Feel-Good bereits mit der Unreal Engine experimentieren konnte, ist ”Pikmin 4 das erste intern von ­Nintendo entwickelte Switch-Spiel, das auf die Unreal-Technologie setzt. Und das ergibt in diesem ­Fall tatsächlich Sinn, nimmt die Pikmin-Serie doch einen speziellen Platz unter den großen Nintendo-Titeln ein: Wo Nintendo sonst auf mal mehr, mal weniger stark stilisierte Grafik setzte, da mischt Pikmin witzige, bunte Comicfiguren mit stark naturalistisch dargestellten Szenarien und Objekten. Glänzende ­Früchte und detaillierte Objekte wie Vergrößerungsgläser oder ein Game Boy Advance SP liegen in detaillierten Naturlandschaften herum, die mit feinen Licht- und Wassereffekten protzen. Klar ist ­Nintendo auch hier an die Grenzen der nicht mehr ganz taufrischen Switch-Hardware ­gebunden, aber dennoch ist es immer wieder beeindruckend, was sie aus dem kleinen Handheld-Hybriden alles herausholen.

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dunklertempler
25. September 2023 17:51

Definitiv eines meiner Lieblingsspiele dieses Jahr.

Morolas
21. September 2023 20:35

habe die demo gezockt und wurde süchtig, dabei wollte ich es nur meiner frau zeigen😂