
Meinung
Kevin Pinhao meint: Das Warten hat sich gelohnt: Pragmata überzeugt mit seiner erfrischenden Multitasking-Action auf ganzer Linie und begeistert damit gerade vor dem Hintergrund einer Triple-A-Szene, die nur wenig Raum für groß angelegte Experimente lässt. Bis zum Schluss der Handlung (und darüber hinaus) klang meine Begeisterung nicht ab – auch, weil das Spiel während seiner genau richtig bemessenen Laufzeit immer wieder spannende Ideen findet, um das ohnehin unverbrauchte Grundrezept gelungen aufzufrischen. Es ist schwer zu beschreiben, aber Pragmata fühlt sich im besten Sinne nach ”Videospiel” an. Immerzu sind die Gedanken mit anregenden Analysen und die Finger mit flotten Eingaben beschäftigt – das Sci-Fi-Abenteuer ist ein sprudelnder Quell an Spielspaß. Da lassen sich auch Design-Stolpersteine wie umständliche Ortswechsel, die einer Rückkehr zum Hauptquartier bedürfen, und das Fehlen von direkten Neustarts bei einer Niederlage verschmerzen.
Thomas Nickel meint: Pragmata ist endlich mal kein Teil einer bekannten Marke und überrascht mit frischen wie vielseitigen Spielmechaniken, exzellenter Technik und Präsentation und vermeidet unnötiges Füll- und Streckmaterial. Stattdessen erkundet das ebenso ungleiche wie sympathische Protagonistengespann fantastisch designte und überraschend abwechslungsreiche Szenarien, die mit vielen Geheimnissen, Herausforderungen, cleveren Ideen und regelmäßigen Wow-Momenten fesseln. Das Erkunden macht Spaß, die Schusswechsel sind anspruchsvoll und fühlen sich gleichzeitig herrlich wuchtig an, die flexible Hack-Funktion erlaubt dabei unterschiedlichste Vorgehensweisen. Hier können sich andere Publisher in ihrer Remake-Sequel-Wut eine dicke Scheibe abschneiden. Capcom demonstriert eindrucksvoll, wie toll sich frische Mechaniken und neue Welten im Jahr 2026 anfühlen können.









Was für ein spaßiges Multitasking Shooter und coolsten Duo.