Primordia – im Test (Switch)

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Seite 1

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Wir Menschen sind in der Welt von ­Primordia nur noch eine langsam verblassende Erinnerung. Irgendetwas hat uns ausgelöscht, und die Roboter, die jetzt die karge Einöde bewohnen, die wir mal Heimat nannten, scheren sich kaum noch um ihre ­einstigen Erbauer. Die Ressourcen sind knapp und so heißt es: jede Maschine für sich. Der wortkarge Android Horatio und sein plappernder Kumpane Crispin haben sich damit eigentlich ganz gut abgefunden und fristen ihr Dasein als Eremiten in einem gestrandeten Raumschiff. Doch als eines Tages ein gemeiner Killerbot auftaucht und dem ungleichen Duo seinen einzigen Energiekern klaut, brechen sie zu einer Odyssee auf, die alles in Frage stellt, was sie über ihre Welt zu wissen glaubten. Auf ihrem Weg in die letzte Stadt der Erde, Metropol, treffen sie auf durchgedrehte KIs, gigantische Kriegsmaschinen und jeder ­Menge zerstörte Existenzen.

Dank der absichtlich niedrig aufgelösten Grafik erinnert hier vieles an die Adventure-Klassiker der frühen 1990er, doch Komfortfunktionen wie einblendbare Hotspots, Hinweise und ein Logbuch verpassen dem Abenteuer die nötige Modernität. Erschienen ist das Spiel ursprünglich 2012 als leidenschaftliches Debüt eines internationalen Entwicklerteams aus gerade mal drei Mann. Die fehlende Erfahrung bemerkt man jedoch kaum. Von ein, zwei ungelenken Rätseln abgesehen findet sich hier vom atmosphärischen Soundtrack über die wunderschönen Pixel-Kulissen bis zur fantastischen englischen Vollvertonung nicht eine Delle. Sechs Stunden lang wird ein Sci-Fi-Epos mit einer lebendigen Spielwelt und einprägsamen Charakteren erzählt, das sich ernst nimmt, ohne dabei dröge oder humorlos zu werden. Ein Geheimtipp!

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