Prince of Persia: Warrior Within – im Klassik-Test (PS2 / Xbox)

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Seite 3

Nicht mehr ganz so einfach kommt Ihr dagegen an Lebenskraft-Verlängerer. Statt eines mystischen Ortes der Ruhe und des Friedens steht Euch in der zweiten Prince of Persia-Episode ein Spießroutenlauf durch tödlichen Fallen bevor. Weil der Prinz aber nicht nur ein geschickter Kämpfer, sondern auch ein ausgezeichneter Turner ist, meistert er selbst solche Aufgaben mit Bravour.

Neben Kämpfen spielen die Kletter- und Geschicklichkeitspassagen ­wie­der eine große Rolle. Glamourös springt, schwingt und hangelt sich Euer Alter Ego durch die verwinkelte Architektur der Inselfestung. Gähnende Abgründe überquert der Prinz spielerisch mit einem waagerechten Spurt an der Wand entlang, während schmale Zugänge im Zick-Zack-Sprung erklommen werden. Eine automatische Sicherung verhindert dabei, dass der Orientale bei gewagten Balanceakten in den Abgrund stürzt. Steuert Ihr den Prinzen an den Rand einer Plattform, hält er sich promt an der Kante fest. Abstürze gehen meist auf das Konto Eurer eigenen Schusseligkeit. Selbst dagegen ist ein Kraut ­gewachsen: Wie im schon im ersten Teil ist der Perser dank magischem Sandamulett wieder Herr der Zeit. Ging ein Sprung daneben oder hat Euch eine der vielen heimtückischen Fallen das Leben gekostet? Kein Problem. Spult einfach auf Knopfdruck die Zeit zurück. Gilt es dagegen sich schließende Tore oder temporäre Plattformen zu überwinden, lässt sich die Zeit verlangsamen. Der Prinz bewegt sich dabei mit gleicher Geschwindigkeit weiter. Alternativ setzt Ihr den Zeitsand als destruktive Waffe ein: Aktiviert eine vernichtende Schockwelle oder schnetzelt Euch im Turbo-Verfahren durch die Gegnerhorden. Jeder dieser Aktionen verbraucht allerdings wertvollen Zeit­sand. Sorgt für Nachschub, indem Ihr fleißig Sandmonster erledigt. Aber auch Kisten und Fässer enthalten das begehrte Material.

Schlüpft Ihr im Laufe des Abenteuers für kurze Zeit in die Gestalt des unheimlichen Sandgeistes, füllt sich der Sandvorrat von ganz alleine auf. Dafür schwindet kontinuierlich Eure Lebenskraft. Die Steuerung des rätselhaften Wesens fällt nicht anders aus als die des königlichen Abenteurers. Beide haben sogar mit den gleichen Problemen und Feinden zu kämpfen: Dahaka hat es auf die Schauergestalt ebenso abgesehen wie auf den Prinzen. Kommt Euch das Ungeheuer in die Quere, rettet Euch nur ein Spurt zum nächsten Wasserfall vor dem sicheren Tod.

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SonicFanNerd
11. Dezember 2022 12:21

@lincoln
Das Sands Of Time Remake ist nicht “eingestellt” …
Das Studio hat gewechselt, nachdem die Ergebnisse des Studios davor nicht zufriedenstellend waren.
Nun werkelt Ubisoft Montreal dran.
Ubisoft hat die Preorders für das Spiel gecancelt ….

( Quelle: u. a. https://www.ign.com/articles/prince-of-persia-remake-isnt-canceled-but-ubisoft-is-refunding-preorders )

Zu PoP:
Die Sands-Of-Time-Trilogie war insg. sehr gut und hat mir ne Menge Spaß gemacht. Das “Pastell-PoP” fand ich auch sehr schön, war aber schon auch ziemlich repetitiv.

Lincoln_Hawk
11. Dezember 2022 10:12

Man hat ja am eingestelltem Remake gut erkennen können was Formel Soft die IP wert ist ..Gut das das so eingestellt wurde nach dem shitstorm vieler Fans.
Mir persönlich gefällt sands of time nach wie vor am aller besten.
Gibt es eigentlich bedeutende Unterschiede bei ps2 und xbox Version?
Ähnlich wie bei splinter cell?

dccoder84
11. Dezember 2022 1:06

Das Spiel unterstützt auch progressive Scan auf PS2. Wirklich interessant ist jedoch, dass wenn man es erzwingt per GSM Selector, man ein schärferes Bild hat!

10. Dezember 2022 22:00

Mein Lieblingsteil der Trilogie und im Gegensatz zu Ulrich mag ich das Hardrock-Geschrammel. Schade das Ubisoft die Serie so derbe brachliegen lässt, denn selbst der teilweise recht abgewatschte Pastell-Prinz war erzählerisch wirklich gut.
Doof auch, dass die Trilogie auf der PS3 so unter Soundproblemen leidet und es auf der Xbox nichts vergleichbares gibt.